Wer einen aufmunternden oder
besinnlichen Impuls für den Tag zu schätzen weiß, der ist gut beraten, täglich über
Radio (täglich 6.45 Uhr, MW 1323 KHz - 15 Min.) oder Telefon (3x täglich: früh,
mittags, abends, Tel. 0931/3903-200) die geistigen Hilfen für den Tag zu hören.
Die folgenden Gedanken stellen eine wichtige Hilfe für den Weg nach Innen
dar: »Der Schlaf ist von dir gegangen. Du öffnest die Augen und blickst in den neuen
Morgen, der einen neuen Tag ankündigt. Was wird er dir wohl bringen? Noch liegt er
verschleiert vor dir. Der erste Schleier jedoch hebt sich schon, da du zu denken beginnst.
Was denkst du? Diese deine Gedanken sind für den Morgen und eventuell
für den ganzen Tag entscheidend. Wir haben uns angewöhnt, das zu glauben und als
Realität zu nehmen, was unser physisches Auge sieht. Das äußere Auge jedoch sieht nur
den Schein des Inneren. Es fliegt auf die Schale, und nimmt den Kern, das Innere, das
Wesentliche, nicht wahr. Das Äußere, auf das wir blicken, kann mit einer Walnussschale
verglichen werden. Das Innere der Walnuss, die Nuss selbst, der Kern, durchdringt die
Schale und formt diese gemäß ihrem Inhalt.
Auf diese äußere Form blicken wir. Das geistige Auge jedoch, das
göttliche, nimmt die Walnuss als Ganzes wahr, das Äußere und das Innere. Das Innere ist
die Kraft, ist das Leben, das Unvergängliche, die wahre Realität. Solange wir Menschen
nur auf die Schale blicken, glauben wir, dass Gott ungerecht sei, da Er, wie wir meinen,
dem einen das Innere, die Kraft und das Leben reicht, zum Beispiel Gesundheit und
Vermögen, dem anderen nur die Schale - die Armut, die Verzweiflung und Krankheit. Doch
Gott liebt alle Seine Kinder gleich.
Jeder Mensch ist selbst der Gestalter seines Lebens. Er selbst entscheidet
darüber, ob er ein Leben in der inneren Fülle lebt oder ein kärgliches Schalendasein
fristet. Du denkst - und das, was du denkst, entwickelt sich bildhaft in dir. Es ist die
Schale.
Wer sich nur mit der äußeren Betrachtung begnügt, der nimmt das Innere
des Bildes, das, was in der Handlung, im Gespräch, in der Situation liegt, kaum wahr.
Deshalb gibt er vielfach dem Nächsten die Schuld an den verschiedenen Situationen oder an
dem, was ihn trifft oder betrifft. Wer so denkt, dem mangelt es an Einsicht, weil ihm die
Selbsterkenntnis fehlt. Vielen Menschen fehlt deshalb die Selbsterkenntnis, weil sie sich
nicht mit den Inhalten ihrer Gedankenbilder beschäftigen und sich auch nicht einwärts
wenden, um Hilfe und Beistand zu erbitten.

Begnügen wir uns mit der Schale? Oder finden
wir den Kern?
Würde sich der Mensch mehr und mehr an Gott in seinem Inneren wenden, Ihn
also anrufen und bitten, Ihm Vertrauen schenken, so könnte er auf vielfältige Art und
Weise Antwort und Lösung erhalten und von Gott, der das Leben ist, geführt werden. Der
Mensch glaubt, er müsse Lösung oder Antwort auf Probleme und Fragen selbst finden. In
Wirklichkeit liegt die gerechte Lösung und Antwort in uns, in Gott, der um alle Dinge
weiß und der uns Hilfe und Antwort geben möchte.
Wir selbst sind es, die unser Lebensglück verfälschen durch falsches
Denken und Verhalten. Je mehr wir uns jedoch hingeben und uns Gott anvertrauen, um so
lichter werden unsere Gedanken. Sie werden gleichsam zu feinen, durchlässigen Matrizen,
durch die das Licht Gottes immer mehr hindurch scheint, uns führt, uns beisteht, uns
Antwort auf Fragen und Hinweise für Lösung von Problemen gibt. Es liegt also in der Hand
jedes einzelnen, wie er sein irdisches Dasein gestaltet.