Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 12/99

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Schluss mit dem Etikettenschwindel

Weg mit dem
scheinheiligen
"C"

In Deutschland gibt es zwei Parteien, die sich ausdrücklich als "christlich" bezeichnen, gleichzeitig aber den Bombenkrieg gegen Jugoslawien immer befürworteten, die CDU und die CSU. Und niemand scheint an diesem Etikettenschwindel Anstoß zu nehmen. Jesus, der Christus Gottes, auf den sich die beiden Parteien in ihrem Namen berufen, lehrte:

"Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: ‘Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.’ Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig" (Mt. 5, 21 ff).

CDU - wirklich christlich?
Ein "C" zuviel. "Katholisch" oder "lutherisch" wäre ehrlicher

Und zu Petrus, der Ihn gegen Seine Mörder mit dem Schwert verteidigen wollte, sagte Jesus:

"Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen" (Mt. 26, 52).

Diese Aussagen des Nazareners sind eindeutig: Er war ein konsequenter Pazifist, der das Töten unter keinen Umständen mit den Geboten Gottes für vereinbar hielt. Er lehrte auch: "Liebet Eure Feinde, tut wohl denen, die Euch hassen" (Mt. 5, 44).

Es ist deshalb ein grober Missbrauch, unter Seinem Namen Tausende von Menschen (Soldaten und Zivilisten) zu Tode zu bomben, eine unermessliche Umweltkatastrophe durch die Verseuchung von Flüssen und die Vergiftung ganzer Landschaften anzurichten, massenhaft Tiere zu töten und die Volkswirtschaft eines ganzen Landes zu zerstören. Brennende Chemiefabriken und zerstörte Ölraffinerien vergiften Grundwasser, Flüsse, Böden und die Luft nicht nur über Jugoslawien, sondern auch in den Anrainerstaaten. Die hochgiftigen Dioxine und Furane, die durch das brutale Zerstörungswerk freigesetzt werden, finden Eingang in die Nahrungskette und gefährden Leben und Gesundheit von Hunderttausenden in- und außerhalb Jugoslawiens.

Im "christlichen Abendland" mag dies nicht neu sein: Bereits Kaiser Konstantin "der Große" missbrauchte den Namen Christi als Feldzeichen, um seine Kriege zu führen; Karl "der Große" massakrierte die Sachsen im Namen der "Kirche Christi"; die Kreuzritter brachten 70.000 Sarazenen in Jerusalem um, "weil Gott es will"; Luther forderte zu Pogromen gegen Bauern und Juden auf; Pius XII. segnete den faschistischen Ustascha-Führer Pavelic, der Anfang der Vierziger Jahre Hunderttausende orthodoxer Serben umbringen ließ; und Johannes Paul II. rechtfertigte vor der UNO die Ansammlung von Atomwaffen. Die Friedensethik des Jesus von Nazareth wurde 1.700 Jahre lang durch die Kirchen und die ihnen hörigen Politiker verraten.

deutsche Tornado-Kampfflugzeuge

Kann sich jemand vorstellen, dass Jesus von
Nazareth in einem Tornado mit geflogen wäre?

Der Verrat hat sich bisher auch scheinbar ausgezahlt: Mit Hilfe der Kirchen kam man seit jeher zu Macht und Ansehen. Die Kirchen verlasen Hirtenbriefe zugunsten der C-Parteien und wurden dafür durch Konkordate, Subventionen und Privilegien jeglicher Art reichlich belohnt. Gegenwärtig kassieren sie neben ihren Kirchensteuern, die der Staat für sie eintreibt, Alimente aus dem allgemeinen Steuertopf in Höhe von rund 17 Milliarden DM.

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Der Einfluss der amtlichen Glaubenshüter auf die öffentliche Moral demoralisierte auch die "christlichen" Politiker. Wenn die Kirchen nicht gegen den Kosovo-Krieg sind - warum sollten dann sie es sein? Nur sollten sie sich dann nicht mehr "christlich" nennen, sondern vielleicht "Lutherisch-Demokratische-Union" oder "Katholisch-Soziale-Union". Das wäre ehrlicher. Dann hätten sie sich wenigstens ohne ständige Verhöhnung Jesu Christi für einen Krieg stark machen können, der auch nach den Maßstäben dieser Welt längst zur absurden Rechthaberei geworden war, die unzählige Menschenleben kostete, ohne einen einzigen Kosovo-Albaner vor den Schergen des serbischen Machthabers zu retten.

Nicht durch Gewalt - Christus siegt durch den aktiven Glauben

Jesus lehrte die Feindesliebe; doch "Christen" beantworten Gewalt mit Gewalt. Der Glaube an Christus ist vielfach tot, das Wort "Jesus" oder "Christus" oder "christlich", das so viele so genannte Christen in den Mund nehmen, beinhaltet keine Kraft.

Das Wort allein hat keine Wirksamkeit. Auch das Wort "christlich" erhält seine Kraft einzig durch den lebendigen Glauben, das heißt, durch den Glauben, dem die Tat Substanz und Gewicht verleiht. Christus, die Kraft im Wort, siegt durch den aktiven Glauben, nicht durch Gewalt.

(Aus: Der Prophet Nr. 14, Der Atheist und der Prophet, gratis bei Verlag Das Wort, 09391/504-135; siehe auch unten)

 

"Jeder betet zu seinem Kriegsgott"

" ... ob jetzt nun Bush vor seinem Golfkrieg in den Gottesdienst geht und betet oder Saddam seinen Gebetsteppich ausrollt. Jeder betet zu seinem Kriegsgott. Das ist es, was man von Gott ... verlangt, dass er der eigenen Machterhaltung dient. Auch in Jugoslawien spielt sich mehr oder weniger ein Religionskrieg ab. Gott dient dazu, um menschlicher Grausamkeit eine besondere Dauerhaftigkeit zu verleihen."

(Uta Ranke-Heinemann, ehemalige Professorin für katholische Theologie im Mai 1993; HNA, 17.5.1993)

 

Der Prophet Nr.14:

Die Zehn Gebote und die Selig-preisungen des Aggressoren-Gottes

In der Broschüre Der Prophet Nr. 14 sind im Nachwort die Zehn Gebote und die Seligpreisungen des Aggressoren-Gottes abgedruckt.

Das 2. Gebot lautet z. B.: "Ehrt meinen Namen, denn die Gewalt liegt in meinen Händen! Meine Streitmacht ist mächtig und grausam und in der Lage, ganze Landstriche zu entvölkern. Meine Streitmacht ist zugleich das bestausgerüstete Bombengeschwader, und mein Regime führt zum Sieg durch das Niederbomben und Niederschießen von all dem, was meiner Weltordnung widerspricht. Ich bin der Machthaber, der im eigenen Land Krieg führt. Ich bin auch der Machthaber, der die Kriegsmaschinerie an feindlichen Ländern erprobt, der die Waffenlager räumt, damit wieder neues und noch besseres Kriegsmaterial hergestellt werden kann. ‘Damit schaffe ich Arbeitsplätze. Auch auf diese Weise entlohne ich meine Getreuen."

In den "Seligpreisungen" heißt es z. B.: "Selig, die Gewalt anwenden, denn sie werden von mir entsprechend Land empfangen." Oder: "Selig seid ihr Unbarmherzigen, denn ihr werdet vor mir Erbarmen finden und von mir mit großen Aufgaben betraut werden."

(Der Prophet Nr. 14, Das Fundamentale in unserer Zeit zum Nachdenken und zur Selbsterkenntnis, Verlag Das Wort, siehe oben;
siehe auch:
http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html


 



 


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