Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

 Ausgabe 13/99

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Die Raumsonde Cassini

"Russisches Roulette am Kopf des eigenen Kindes"

Am 11. August wird die Raumsonde Cassini in der Nähe der Erde ein letztes Mal in ihrem Kurs korrigiert, um dann mit Beschleunigung in Richtung Saturn weiterzufliegen. Sie hat 32 Kilo Plutonium an Bord. Bereits vor zwei Jahren, als die Sonde gestartet wurde, warnten Wissenschaftler vor nicht berechenbaren Risiken eines Unfalls: 32 Kilo wäre theoretisch genug, um die gesamte Menschheit zu vergiften - auch wenn es sich natürlich nicht gleichmäßig über den Erdball verteilen kann.

Raumsonde Cassini
Cassini - gefährliche Fracht an Bord

Die Sonde wird (nach einer Schleife um die Venus) noch einmal in Erdnähe vorbeigelenkt, um ihr durch die Erdanziehungskraft einen weiteren Schwung mitzugeben. Das Plutonium dient dazu, einen Flugreaktor zu betreiben. Wenn man noch ein paar Jahre gewartet hätte, so hätte man die Sonde auch mit einem Solarantrieb ausstatten können, der gerade entwickelt wird.

Angeblich, so berichtete ein Wissenschaftler in der Fernsehsendung Querdenker (3Sat, 9.6.1999), liege das Risiko für einen Unfall der Sonde in Erdnähe bei eins zu einer Million. Doch solche Wahrscheinlichkeitsrechnungen, so der Physiker Hans-Peter Dürr, hängen von der Phantasie der Forscher ab, die sich ausdenken, was passieren könnte.

Flugbahn der Cassini-Raumsonde

Die Reise der Sonder zum Saturn begann vor zwei Jahren.

Er sei der Meinung: Wenn ein Erwachsener russisches Roulette an seiner eigenen Schläfe spiele, so sei das sein persönliches Risiko. Wenn man aber die Pistole an die Schläfe eines Kindes setze, so sei das unverantwortlich. Und bei Plutonium gehe es immer auch um die nachfolgenden Generationen, weil das Gift ja weiter wirke. "So etwas darf man einfach nicht tun", meinte Dürr, der auch den Verdacht äußerte, die Eile beim Start der Raumsonde sei in Wirklichkeit nicht auf wertfreien Forscherdrang, sondern auf militärisches Forschungsinteresse zurückzuführen.

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Franz Alt hatte zu seiner Sendung auch die bekannte Astrologin Elisabeth Tessier eingeladen, die den Termin der Kurskorrektur als "ungünstigen Zeitpunkt" bezeichnete. An diesem Tag finde schließlich auch eine Sonnenfinsternis statt, was aus astrologischer Sicht bestehende Dissonanzen verstärken könne. Die anwesenden Wissenschaftler wollten diese Aussage nicht näher kommentieren.


 






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