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Der ganz normale
WahnsinnDie Welt der Paranoiker
Das Wort von
der "verrückten Welt" geht uns leicht über die Lippen.
Meist denken wir dabei nur an die Torheit der anderen - "uneinsichtiger"
Politiker, "größenwahnsinniger" Naturwissenschaftler
oder auch bloß "dummer" Kollegen - und gehen schnell zur
Tagesordnung über. Hauptsache wir selbst sind nicht verrückt. Wirklich
nicht? Vielleicht ist das Ganze auch nur eine Frage der Definition oder
des Standpunkts.
Schizophrene
Menschheitsgeschichte
Als Lenin am Beginn des
Jahrhunderts seine "proletarische Revolution" durchsetzte und in
Russland mit
Terror und Gewalt ein marxistisches System errichtete, hielten er und seine Anhänger sich
für Idealisten, die die Menschheit in eine bessere Zukunft, den Kommunismus, führen
würden. Für die Ideale dieser Zukunft nahm man jahrzehntelang den Tod von Millionen von
Menschen in Zwangslagern und bei Hungerkatastrophen bewusst in Kauf.

Ob der Mensch in seiner Selbstgefälligkeit noch seine Verzerrtheit erkennt? Huan Gris
1912
Als der amerikanische Präsident Truman am Ende des zweiten Weltkriegs
über Hiroshima und Nagasaki seine Atombomben abwerfen ließ, um seine militärische
Überlegenheit in einem längst gewonnenen Krieg zu demonstrieren, hielten er und sein
Volk das für richtig. Den Tod von Hunderttausenden musste man eben in Kauf nehmen. Ein
Priester gab den Bomberpiloten seinen Segen.
Die alten Römer propagierten den Grundsatz: "Wer den Frieden wählt,
bereite den Krieg vor." Für den gesunden Menschenverstand ist diese Devise absurd.
Sie hat auf Dauer auch nie funktioniert, sondern meist das Gegenteil bewirkt:
Kriegsvorbereitungen machten dem potentiellen Gegner Angst und wurden zum Sog für den
Krieg, den man durch Abschreckung verhindern wollte. 2000 Jahre abendländischer
Geschichte, die sich vor allem als eine Abfolge von "Schlachten" darstellt,
beweisen es. Dennoch wurde der Grundsatz altrömischer Feldherren - wider alle Erfahrung -
zur beherrschenden Maxime politischen Handelns bis heute. Der Rat, es einmal ernsthaft mit
dem Pazifismus des Jesus von Nazareth zu versuchen, wird von der herrschenden Meinung als
"Utopie" friedensbewegter Spinner abgetan.
Das sind nur einige Beispiele aus der endlosen Reihe historisch-manifest
gewordener Schizophrenien der Menschheit und ihrer Führer, die im Namen eines
"Ideals" Tod und Verderben brachten: Für Lenin war es der Kommunismus, für
Truman die "Freiheit der westlichen Welt", für die Kreuzfahrer der
Römisch-Katholischen Kirche der "rechte Glaube", und für einen Mann wie Hitler
die verbrecherische Wahnidee von der "Reinheit der Rasse".
Der Krieg gegen die Natur
Nicht immer ist die menschliche Paranoia - und um nichts anderes handelt
es sich bei übermächtigen Ideologien, die alle Ethik und Moral niederwalzen - so
fratzenhaft sichtbar, dass sie sich selbst entlarvt. Eine ihrer geschicktesten
Verkleidungen besteht in der Devise des naturwissenschaftlich-technischen Fortschritts. In
seinem Namen wurde lange Zeit jeglicher Raubbau an der Natur gerechtfertigt: die
Brandrodung der Tropenwälder in Südamerika ebenso wie die Agrarchemie in Europa; die
Zerstörung ganzer Landschaftsräume durch überdimensionale Industrie- und
Verkehrsprojekte ebenso wie die Vergiftung der Erdatmosphäre; die Verseuchung der Flüsse
und Meere, die Schädigung des Ozongürtels und vieles andere mehr.
Am Beginn dieser Entwicklung stand ein geistiger Umbruch im 16. und 17.
Jahrhundert: Der Mensch verstand sich nicht länger als Teil der Schöpfung, sondern warf
sich zu ihrem Beherrscher auf. Der englische Politiker und Philosoph Francis Bacon
proklamierte, die Natur "gefügig und zur Sklavin zu machen"; und der Franzose
René Descartes, der Philosoph der modernen Naturwissenschaft, errichtete zwischen Geist
und Materie eine unüberwindliche Barriere, die alle Lebewesen der Natur zu leblosen
Maschinen herabstufte.

Normal oder verrückt? Wo ist der Unterschied?
Die Fernwirkungen dieser Art von
Paranoia erleben wir heute in der Zerstörung des Ökosystems der Erde, in der Vernichtung
des Lebensraums von Tieren und Pflanzen und in einem massenhaften Artensterben. Wir
spüren, dass es so nicht mehr lange weitergeht, und machen dennoch weiter. Internationale
Umweltkonferenzen verabschieden vielversprechende Resolutionen, Politiker verkünden
vollmundig, Natur und Umwelt zu schützen, doch der Raubbau an den ökologischen
Ressourcen wird - bestenfalls etwas langsamer - fortgesetzt. Wir wissen auch,
dass ein
hochkomplexes System wie der Naturhaushalt unserer Erde plötzlich umkippen kann,
gewissermaßen über Nacht und unwiederbringlich, wenn die Belastung den kritischen Punkt
übersteigt. Dennoch tun wir so, als würde die brennende Lunte das
Pulverfass nie
erreichen. Realitätsverlust und Paranoia gehören zusammen.
Die Welt gerät aus den
Fugen
Inzwischen ist die Erde in Aufruhr: Überschwemmungen
in Europa und Asien, schwere Wirbelstürme in der Karibik, Erdbeben in
Südamerika, Dürren in Brasilien.
Längst überwunden geglaubte Seuchen kehren zurück: Tuberkulose,
Cholera, Malaria... Wissenschaftler aus England fanden vor kurzem heraus,
dass die
Erderwärmung neben Klimakatastrophen zur weltweiten Ausbreitung von Seuchen und Epidemien
beiträgt. Und von der Bayerischen Gesellschaft für Immun- und Tropenmedizin kommt ein
weiterer Kassandra-Ruf: "Wenn Insekten im Winter nicht mehr sterben, werden bei uns
vor allem Krankheiten wie Hirnhautentzündung verstärkt auftreten." All das gesellt
sich zu der weiter steigenden Aids-Infizierung, die inzwischen 47 Millionen Menschen traf,
von denen 14 Millionen bereits gestorben sind (Der Spiegel Nr. 16/1999).
Die Welt gerät aus den Fugen. Jesus von Nazareth hat es in seinen
apokalyptischen Aussagen bereits vor 2000 Jahren prophezeit. Und der Gottesgeist vertieft
dessen Aussagen seit 20 Jahren durch das Prophetische Wort für die Jetztzeit.
Christus sagt in der Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort:
"Die Menschheit steht in der so genannten Endzeit. Erkennet: Das Wort
"Endzeit" meint nicht das Ende der Materie, das Ende des Erdplaneten, sondern
das Ende all dessen, was wider Gott ist: Der Materialismus geht zu Ende
...
Wer die Ereignisse und Geschehnisse auf dieser Erde betrachtet und von den
Schicksalen der Menschen auf der ganzen Welt hört, der erkennt, dass die Vorgänge des
Weltendes ihre Schatten als Zeichen voraus werfen und die Menschheit mitten in der
Auflösung der alten, sündhaften Welt steht. Wer wach ist, erkennt auch,
dass der
sündhafte Mensch den großen Umwälzungen nicht standhalten kann. Erkennet: Diese
Umwälzungen sind die Wirkungen von ebenso gewaltigen Ursachen, durch die das Gesetz von
Saat und Ernte die Sünde von der Erde hinweg nimmt"
(http://www.das-wort.com/deutsch/).
Doch die Menschheit hört auf den sich heute offenbarenden Gottesgeist
genauso wenig wie auf Jesus von Nazareth. Noch während diese Zivilisation in den Abgrund
schlittert, träumt sie von einer neuen Schöpfung aus geklonten Tieren und gentechnisch
veränderten Pflanzen; und einem Menschen, der sein irdisches Leben durch eine
Ersatzteilmedizin widernatürlich zu verlängern sucht, weil er das ewige Leben seiner
Seele aus den Augen verloren hat. Auch und vor allem diese
Bewusstseinsverengung auf das
materielle Dasein, die Fixierung auf ein enges Segment, ist für Paranoiker symptomatisch.
Das kranke
Unterbewusstsein und seine Genesung
Wie kam es zu dieser
Bewusstseinsspaltung? Sie begann im Grunde mit dem Wahn, sein zu wollen wie Gott, was zum
Fall der Geistwesen in die Materie führte. Sie setzte sich fort von Inkarnation zu
Inkarnation und von Generation zu Generation durch den Zwiespalt zwischen unserem Denken,
unserem Reden und unserem Tun. Schon als Kinder lernen wir, was "man" sagen und
was man nicht sagen darf; dass man seine Gedanken verbergen und sich anpassen
muss.
Je perfekter wir in dieser "Lebenskunst" werden, um so weniger
können wir zwischen dem, was wir sagen, und dem, was wir fühlen und denken, noch
unterscheiden - bis wir am Ende unser Wesen mit unserer Fassade identifizieren. Was nicht
zu ihr passt, wird ins Unterbewusstsein verdrängt und baut sich dort zu einer autonomen
Gegenmacht auf, die sich dem wägenden Gewissen entzieht. Je nachhaltiger dies im Lauf
unseres Lebens geschieht, um so reichhaltiger wird die "Rumpelkammer" unseres
Unterbewusstseins an Versatzstücken von Zwietracht, Neid und Hass, die wir in konkreten
Lebenssituationen praktizierten.
Als echte Paranoiker halten wir nicht selten den kranken Zustand unseres
Unterbewusstseins für pralle Gesundheit, die uns scheinbares
Selbstbewusstsein
verschafft. Wir wissen alles besser und können alles besser. Machtbesessenheit und
Anerkennungssucht schleichen sich ein und prägen unser Wesen, ohne dass wir es merken. Im
Kleinen heißt das Macht über Mann, Frau, Kinder, Kollegen; im Großen wird es zur Sucht,
über ganze Völker zu herrschen. Und zu diesem Zweck geht der Paranoiker
erforderlichenfalls über Leichen.
Wie können wir uns aus dieser Verstrickung lösen? Als erstes empfiehlt
sich ein kritischer Abstand zu uns selbst, der uns die schrittweise Erkenntnis
ermöglicht, dass nicht alles, was wir tun, unseren Reden entspricht,
dass nicht alles,
was wir sagen, unseren Empfindungen und Gefühlen entspricht, kurz: dass wir vielfältig
gespalten und nicht eins mit uns selbst sind. Sodann benötigen wir den
Kompass unseres
Gewissens, um aus der Scheinwelt unseres Egos zu unserem wahren Sein, der Realität des
Göttlichen in uns, zurückzufinden. Wir wurden schizophren, weil wir
wussten, was Gott
will, aber es nicht taten.
Mit dieser Diagnose ist auch die Therapie für unsere Krankheit
vorgezeichnet. Gabriele, die Botschafterin Gottes sagte dazu kürzlich sinngemäß:
Einswerden in sich selbst, eins werden mit seinem wahren Ursprung, der letztlich göttlich
ist, heißt: Sieh auf den Balken in deinem eigenen Auge. Und wenn wir den Balken im
eigenen Auge bearbeiten, also unser Allzumenschliches, unsere Fehler, unsere Schwächen,
mit denen wir zum Nächsten gehen oder den Nächsten beschuldigen, bei uns sehen und wir
unsere Schwächen, unsere Fehler bereuen, bereinigen und nicht mehr tun, dann werden wir
uns orientieren, was wir tun können und wir werden auf den Willen Gottes stoßen und
somit auf die Gebote Gottes und die Bergpredigt Jesu.
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