Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

 Ausgabe 14/99

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Würzburg - Hochburg der Selbstmörder

Würzburg ist nicht nur die Hochburg des Frankenweins, sondern auch bundesweit die Hochburg der Selbstmörder. Mit dieser brisanten Headline machte die Würzburger Main-Post vom 3.7.1999 auf die Ergebnisse einer Universitätsstudie aufmerksam, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation von einem Würzburger Forschungsteam unter Leitung des klinischen Psychologen Professor Dr. Armin Schmidtke erstellt wurde.

Würzburg

Würzburg hat im Vergleich zu seiner Bevölkerungszahl nicht
nur eine besonders hohe Selbstmordrate, sondern auch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Kirchtürmen.

Danach brachten sich in Würzburg und Umgebung in den Jahren 1989-1997 343 Menschen um - 29 % mehr als im übrigen Deutschland. Als eine der Ursachen für diese erschreckend hohe Selbstmordrate nennt der Suizidexperte Schmidtke "das konservative, stark katholisch geprägte Würzburger Milieu".
Die konservative Lebenshaltung der Stadt mache Absteigern das Leben schwer, manchmal unmöglich. Schmidtke:
"Wenn in Würzburg einer arbeitslos wird, dann wird darüber geredet, dann fällt der raus, dann ist das eine Schande."

Wie leicht man in Würzburg Mitmenschen ausgrenzt, ist auch von anderen Fällen bekannt: Würzburg ist die Stadt, in der katholische Bäcker und Gastronomen in Schaufenstern und Zeitungsanzeigen bekannt geben, dass sie mit der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben "nichts zu tun haben". Und in Würzburg genügt ein kirchlicher Wink, um die Genehmigung von Hinweisschildern für Gottesdienste nichtkirchlicher Gemeinschaften zu widerrufen. Die bürgerlich-katholische Enge dieser Stadt erweist sich nun gar als Nährboden für Lebensmüdigkeit.

Vor Jahren war die Stadt deswegen schon einmal ins Gerede gekommen, als der kirchliche Sektenbeauftragte Dr. Wolfgang Behnk die Öffentlichkeit Glauben machen wollte, Würzburg sei von einem Massenselbstmord der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben bedroht. Diese bösartige Verdächtigung, die von der Presse zum Teil begierig aufgegriffen wurde, erweist sich nunmehr als Bumerang: Während von den Anhängern der Glaubensgemeinschaft sich niemand das Leben nahm, fand eine Art Massenselbstmord unter der vorwiegend katholischen Bevölkerung der Region statt.

Der Pressesprecher des Universellen Lebens, Dr. Christian Sailer, erklärte dazu heute: "Es ist kein Zufall, dass in dieser Stadt die Gemeinschaft der Urchristen im Universellen Leben und vor allem deren Gründerin, Frau Gabriele Wittek, so übel diskriminiert wurden. Jetzt zeigt sich, wes Geistes Kind die Verfolger sind - dass sie Menschen so negativ beeinflussen, dass sie sich gleich selbst umbringen." An die Kirchenfunktionäre und ihre "journalistischen Hilfstruppen, die für den Rufmord verantwortlich sind", appellierte Sailer:

"Jetzt könnten Sie sich bei Frau Wittek entschuldigen. Diejenigen, die den Menschen mit der kirchlichen Lehre von der ewigen Verdammnis Angst machen, wurden hoch gelobt; während man diejenigen, die der Lehre des Jesus von Nazareth folgen und Harmonie und Frieden lehren, verdammte. Ein Teil der Presse übernahm die kirchlichen Lügen kritiklos und sprach sie uns zu; auch die Verleumdung der Anhänger des Universellen Lebens als ‘Staatsfeinde’, die inzwischen gerichtlich korrigiert wurde; ebenso die Behauptung, in der staatlich genehmigten Privatschule des Universellen Lebens würden Kinder ihrer Persönlichkeitsrechte beraubt, obwohl die Schulbehörde seit Jahren das Gegenteil versichert.."

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Sailer bemerkt abschließend: "All diese Lügen erweisen sich nunmehr als kirchliche Projektionen, die auf ihre Urheber zurückfallen: die ‘Selbstmordgefahr’, die im katholischen Milieu der Bischofsstadt Würzburg größer als andernorts ist; die ‘Persönlichkeitsverletzung’ gegenüber Jugendlichen, die als sexueller Missbrauch von Jugendlichen durch katholische Priester die Strafgerichte beschäftigt; und die ‘Staatsfeindlichkeit’, die man nicht bei den Urchristen fand, sondern eher bei Kirchenfunktionären vermuten muss, die die Öffentlichkeit gegen unbescholtene Mitbürger aufhetzen."


 



 




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