Millionen von Menschen sind
in der vergangenen Zeit auf Betreiben der beiden Amtskirchen ermordet worden. Allein in
Europa waren dies
Millionen von Hexen, Ketzern und Andersgläubigen.
Diese Verbrechen dürfen sich niemals wiederholen. Deshalb fordern wir,
ein Mahnmal für die Opfer zu errichten als sichtbares Zeichen gegen das Vergessen. Das
Denkmal soll ein Zeichen des Erinnerns, des Gedenkens und der Scham setzen, ein Zeichen
unserer Trauer, auch ein Zeichen unserer Geschichte.
Kein Mahnmal der Welt kann dem Schmerz und dem Leid der Opfer gerecht
werden. Wir bleiben aber in der Pflicht, für ein würdiges Gedenken ihrer
jeweiligen Schicksale zu sorgen. Das Mahnmal soll dazu aufrufen, dass so etwas wie die
Inquisition, der Völkermord und die Verfolgung und Ermordung von Minderheiten in
Deutschland nie wieder geschehen kann.
Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth stellte in der
Aussprache des Deutschen Bundestages zum Holocaust-Mahnmal die Frage: »Wie haltet ihr es
mit den anderen Opfern?« Die Antwort für eine große Anzahl von Opfern soll dieses
Mahnmal darstellen.
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