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So gibt es dort
keine Chefs und Untergebenen, alle sind gleich verantwortlich, und sie verdienen auch alle
annähernd gleich. Das ehrliche Miteinander kennt kein Übervorteilen des Nächsten und
schließt auch die Gerechtigkeit dem Staat gegenüber ein, entsprechend dem Gebot
"Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört."
Offenheit, Verständnis und gegenseitige Hilfe führen nach und nach in die Einheit. Dabei
ist es wichtig, dass die gemeinschaftlichen Unternehmungen überschaubar bleiben, denn
jeder Mitarbeiter soll die Möglichkeit haben, den Betrieb zu durchdringen. Kommuniziert
jeder mit jedem, entwickelt sich ein positiver Energiekreislauf, der insgesamt eine gute
Leistung für den Nächsten und für das Gemeinwohl ermöglicht.
Jeder kann etwas tun
Auch wenn jemand nicht in einem solchen Betrieb arbeitet - jeder, der dies
möchte, gleich, wo er lebt, kann Schritte in diese Richtung gehen, um die Bergpredigt in
seinem Alltagsleben mehr und mehr zu verwirklichen. Dazu braucht es manchmal Mut - indem
ich z. B. nicht der Stärke meiner Ellenbogen vertraue, sondern dem Miteinander, bei dem
man für alle eine gute Lösung finden kann. Auch bei Meinungsverschiedenheiten bin ich
nicht derjenige, der es am besten weiß, sondern ich bejahe die Lösung, die sich aus den
positiven Beiträgen aller Beteiligten ergibt. Komme ich in Situationen, wo die Gebote
Gebotes nicht erfüllt werden, fasse ich Mut, auf mein Gewissen zu hören und diese Stimme
einzubringen bzw. für mich konsequent zu bleiben. Und sagt mir der Nächste einmal
ehrlich die Meinung, dann nehme ich ihm das nicht übel, sondern finde darin die Wahrheit,
die mich weiterbringt.
Viele Menschen in unserer Gesellschaft
beten das "Vaterunser", teils aus Tradition, teils aus Überzeugung, und sie
beten "Dein Reich komme, Dein Wille geschehe". Weil diese Vision keine
Utopie bleiben soll, heißt es in diesem Gebet weiter "wie im Himmel, so auf
Erden". Wann diese Vision Wirklichkeit wird, hängt von uns allen ab. Jeder kann dazu
etwas beitragen.
Betriebsführung
aus urchristlicher Sicht
Die Broschüre Der Prophet Nr. 4 trägt den Titel: Der
Aufbau des göttlichen Werkes und die Tat - die Betriebswirtschaft nach der
Bergpredigt. Nachfolgend ein Auszug:
Wir alle sind noch in den alten Mustern des morbiden Systems der
Wirtschaft befangen: der Ellbogenhaltung, des Aushöhlens der Betriebe, der Machtkämpfe,
der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberhaltung. Das Aushöhlen eines Betriebes erfolgt nicht
dadurch, dass zu wenig gearbeitet wird, sondern es kommt darauf an, wie gearbeitet wird
und wo sich der einzelne während der Arbeit gedanklich befindet.
Viele Arbeitnehmer, aber ebenso viele Arbeitgeber haben eine typische
Nehmerhaltung. Vielfach geht es den einzelnen nur darum, dass ihr Arbeitsplatz und ihre
Position gesichert sind. Für den Aufbau der positiven Betriebsenergie leisten sie sehr
wenig; das wird deutlich, wenn man in die Gedanken- und Wunschwelt des einzelnen zu
blicken vermag. ...
Der Betrieb
als Organismus
Jeder Betrieb kann als
Organismus gesehen werden. Jeder einzelne Mitarbeiter ist gleichsam ein Organ oder ein
Teil, eine Zelle eines Organs. Der Organismus des Betriebes kann nur gesunden und gesund
bleiben, gute Umsätze und Gewinne erzielen, wenn jedes Organ mit den anderen
kommuniziert, also wenn die Betriebsangehörigen friedlich zusammenarbeiten. Weil alles
Energie ist, so kann ein Betrieb auf Dauer nur bestehen, wenn die Betriebsangehörigen
verantwortungsbewusste, aufbauende und betriebszielstrebige Gedanken bei der Arbeit haben.
...
Wenn jeder Betriebsangehörige - also Arbeitnehmer und Arbeitgeber - ein
Teil des Organismus »Unternehmen« ist, so gilt auch die Frage, ob es wohl nützlich für
den Gesamtorganismus ist, wenn ein oder mehrere Organe mehr Energie beanspruchen als sie
zu einem gesunden und gedeihlichen Leben benötigen. Würden z. B. die Gehirnzellen sagen:
»Wir sind die wichtigsten Zellen des ganzen Organismus und benötigen deshalb 80 % der
gesamten Betriebsenergie« - was würde geschehen? Die Gehirnzellen würden immer üppiger
und die übrigen Körperzellen immer schwächer. Das Gleichgewicht ginge verloren, der
Organismus würde krank, und unter Umständen stürbe er. Beanspruchen also Unternehmer
oder Mitarbeiter eine zu hohe Lohnquote, ohne Rücksicht auf das Gleichgewicht oder die
betriebswirtschaftliche Situation des Unternehmens, so wird auch im Organismus
»Unternehmen« gleiches geschehen.
Verantwortungsträger werden
Auch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerhaltung wirken trennend, denn in
diesen liegt die Unterscheidung in Hochgestellte und Untergebene, also Befehlsgeber und
Befehlsempfänger. In Unternehmen, wo es das Oben und Unten, das Hoch und Nieder, also die
Ungleichwertigkeit gibt, wird das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter nicht
gefördert.
Der Geist Gottes offenbarte uns, dass jeder Mensch in seiner
Bewusstseinsanlage unterschiedlich ist. Der eine hat ein größeres Verantwortungsvolumen,
der andere noch ein kleineres; der eine hat qualitative Fähigkeiten, der andere ist nur
bedingt qualifiziert. Der eine hat Führungsqualitäten, der andere steht noch in der
Position, sich führen zu lassen. Doch jeder, der zum Verantwortungsträger heranwachsen
möchte, kann sein Bewusstsein erweitern, wenn er die Möglichkeiten zur Erweiterung
seines Erfahrungshorizontes wahrnimmt, die ihm in einem gut geführten Betrieb
offen stehen. So wird er in den Betrieb als Verantwortungsträger hineinwachsen, weil er
mit der Zeit nicht nur seine seitherigen Qualitäten einbringt, sondern weitere
Fähigkeiten erschließt, die sich allmählich weiter entwickeln. ...
"Der Prophet Nr. 4" kann kostenlos bestellt werden beim Verlag
DAS WORT,
Tel. 09391/504-135;
Siehe dazu auch:
http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html |
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