Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 18/99

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ErdkugelWie kommen wir in die Einheit mit der Natur?

Unser Planet, ein kostbares Juwel

Ein lauer Spätsommerwind weht über Felder, Wiesen und Wälder, wiegt duftende Blumen und Gräser und spielt mit dem Laub von Bäumen und Sträuchern. Die Natur steht in ihrer vollen Reife und verschenkt ihre Früchte an Mensch und Tier. Wer sie mit wachen Sinnen aufnimmt, kann die Schönheit dieses Planeten erfassen - seine Landschaften aus anmutigen Ebenen und sanften Hügeln, seine Täler, Flüsse und Seen, aber auch seine gewaltigen Gebirge und Meere; er wird den ganzen Reichtum des Lebens in sich aufnehmen; und wenn der blaue Sommerhimmel sich nachts in ein Sternenmeer verwandelt, dann lässt sich ein wenig von der kosmischen Symphonie erahnen, in die wir eingebunden sind.

Ihr Sphärenklang setzt sich im kleinen fort: In den Früchten, die im Sonnenlicht leuchten - jedes Korn, jeder Apfel und jeder Kürbis sind eine Offenbarung des Lebens. In den Tieren - vom kleinsten Käfer bis zum größten Säugetier - regt sich das Leben der jeweiligen Art. Wenn wir Tieren in die Augen schauen, spüren wir einen Hauch ihres inneren Wesens, mitunter Freude, aber auch Schmerz und Leid.

Naturreiche
»Wer Gott liebt, der liebt auch die Naturreiche. Und die Naturreiche dienen dem, der Gott liebt« (aus: »Das ist Mein Wort«, http://das-wort.com/deutsch.html)

Warum sind wir uns so wenig bewusst, in welchem Paradies wir leben könnten? Die Erde wäre bereit, die Lebensbedürfnisse aller Menschen zu stillen; woran sie zugrunde geht, ist die Gier, mit der wir sie ausbeuten. Statt die Mutter Erde zu achten und ihre Gaben dankbar und sorgsam anzunehmen, wollte sich der Mensch immer wieder zum Herren der Schöpfung aufspielen. Genau diese Fehlhaltung war schon der Anfang allen Übels, des Fallgeschehens, das aus geistigen Planeten im Laufe von Äonen irdische Welten entstehen ließ und das uns als Geistwesen schließlich in die Materie führte. Die "Vertreibung aus dem Paradies" fand nicht erst auf dieser Erde statt, sondern schon vor ihrer Entstehung, in der geistig-göttlichen Welt, in der für Wesen, die "sein wollen wie Gott", kein Raum ist.

Ursache von Naturkatastrophen

Der allmächtige Schöpfer, der auch seine abtrünnigen Kinder liebt, überließ uns den "blauen Planeten" als Heimstatt für unser irdisches Leben. Die Lebensschule Erde soll uns zur Erkenntnis führen, dass die Sehnsucht unserer Seele im Irdischen nicht zur Ruhe kommt. Deshalb sollen wir uns läutern, um zum Urquell allen Lebens, Gott, zurückzukehren. Doch wir nutzten die Chance nicht, sondern kämpften gegeneinander und gegen die Natur, die mehr und mehr rebelliert. Die Aggressionen und Verbrechen, die negativen Empfindungen und Gedanken einer langen Menschheitsgeschichte vergifteten die Aura unseres Planeten. Naturkatastrophen sind nicht nur die Folge meteorologischer oder geologischer Kausalitäten. Sie sind auch nicht die Strafe eines zürnenden Gottes. Seine Schöpfung, im Ursprung ein geistiger Kosmos, ist voller Harmonie.

Schwanen-Familie

Das Leben, das Pflanzen und Tiere atmen,
ist dasselbe Leben, das uns durchströmt.

Ein Abbild davon ist noch die Harmonie der Naturgesetze der Materie. Doch diese Harmonie war durch das Fallgeschehen von Anbeginn gestört. Nicht eine Unvollkommenheit der göttlichen Schöpfung macht es möglich, dass inmitten kosmischer Ordnung immer wieder Unordnung ausbricht und Naturkatastrophen möglich werden. Das Verhalten der Menschheit hat die Erde noch weiter geschädigt und Turbulenzen und Chaos beschleunigt.

Was können wir tun, um aus dieser Sackgasse wieder herauszufinden? Jesus von Nazareth hat uns den Ausweg gezeigt, und die Gottesprophetie der Jetztzeit, die Er vor 2000 Jahren ankündigte, vertieft Seine Lehren und konkretisiert sie für die Zeitenwende, in der wir uns befinden. Sie lehrt uns erneut die Wertschätzung der Natur: Die Allkraft Gottes durchströmt den Makrokosmos und den Mikrokosmos, sie ist in jedem Mineral, in jeder Pflanze und in jedem Tier. Das Leben, das Pflanzen und Tiere atmen, ist dasselbe Leben, das uns durchströmt. Der Atem allen Lebens ist der Odem Gottes. Wir alle sind Seine Geschöpfe.

Die ganze Schöpfung möchte mit uns in Kommunikation treten. Pflanzen, Tiere Steine - alle Lebensformen sehnen sich nach der inneren Zuwendung ihrer großen Geschwister, den Menschen, die einst vollkommene Geistwesen waren. Wenn wir uns das bewusst machen, verändert sich unsere Einstellung zu unseren Mitgeschöpfen und unser Umgang mit ihnen. Sie sind nicht mehr Mittel für unsere eigennützigen Zwecke, sondern Partner des Lebens auf dem Planeten, den wir mit ihnen teilen.

Gott in unserem Nachbarn

In die Einheit mit dem Leben der Natur gelangen wir nur, wenn wir den Frieden mit unseren Mitmenschen finden. Wer seinen Nächsten bekriegt - in Gedanken, Worten oder Taten - kann auch mit seinen Übernächsten, den Tieren, nicht in Frieden leben. Wenn wir uns bewusst machen, dass Gott in unserem Nachbarn oder Kollegen, der uns vielleicht gerade ärgert, genauso gegenwärtig ist wie in uns selbst, und ihn genauso liebt wie uns, dann sollte uns die Versöhnung nicht mehr allzu schwer fallen. Wir warten nicht, bis der andere sich bessert, sondern bauen von uns aus eine gute Beziehung zu ihm auf, indem wir unsere innere Einstellung zu ihm überprüfen und bei uns anfangen, trennende Empfindungen und Verhaltensweisen zu bereinigen.

sonnenbeschienener Wald
Die ganze Schöpfung möchte mit uns in Kommunikation treten

Je mehr es uns gelingt, die Einheit mit unseren Nächsten und Übernächsten zu finden, um so näher kommen wir Gott, dem Leben, das uns alle durchströmt. Jeder Tag bietet uns viele Situationen, uns für oder gegen dieses Leben zu entscheiden: Lassen wir einer aufkeimenden Missgunst freien Lauf, oder ersetzen wir sie durch Wohlwollen? Wollen wir partout recht haben, oder suchen wir einen gerechten Ausgleich? Wollen wir mehr und mehr dem göttlichen Licht in uns Raum geben oder unser menschliches Ego wuchern lassen?

Je mehr wir diese Wucherungen auflösen, um so mehr erfassen wir den Wert unseres Lebens, das uns gegeben ist, damit wir Schritt für Schritt in die Einheit mit Gott und allem Sein zurückfinden. In der Broschüre Der Prophet Nr. 10, lesen wir hierzu:

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"Würden wir wahrhaft an Gott glauben und nicht nur davon reden, dass wir glauben, dann wäre uns bewusst, dass Gott uns, Seinen Menschenkindern, einen herrlichen Saphir schenkte, die Erde, um in allen Details Seine Liebe und Sein heiliges Walten zu erkennen, in dem Bewusstsein, dass wir nicht nur Erben dieser herrlichen Erde sind, mit allem, was auf und in ihr lebt, sondern auch Erben der ewigen Heimat, die unendlich viel schöner ist als der Saphir, die Erde mit ihren Pflanzen, Tieren, Bäumen, der Luft, den Gewässern und den Gestirnen. Ohne dies alles wäre ein Menschenleben nicht möglich.
Würden wir erkennen, dass uns über unseren physischen Tod hinaus ein weit größeres Leuchten in das ewige Licht, in die absolute Quelle des ewigen Seins, führt, Christus in unserer Seele, dann würden wir nicht nur reden, dass wir an Gott glauben - wir würden dann auch tun, was Gott will"
(http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html)
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See

Wir stehen am Ufer eines Sees und blicken über die Wasserfläche. Die Abendsonne senkt sich über den See, es kräuseln sich die Wellen. Sie singen das Lied der Liebe an den Schöpfergott, der in allem ist, in jedem Atom, in jedem Molekül, in jeder Bewegung. Der Wind spricht - er spricht: "Fühle, ich umwehe dich. Fühle, ich umschmeichle dich. Fühle, ich rufe dich. Komm, geh einwärts, und finde dort dein Zuhause."

Das Zuhause ist bei Ihm. Denn wir kommen von Ihm, aus der Unendlichkeit, die wir als Weite bezeichnen, aus dem sanften Strom der Allgegenwart Gottes, der uns durchströmt. Wir kommen aus der Wiege der unendlichen Liebe und gebären uns wieder in die unendliche Liebe ein, denn sie ist unser wahres Wesen, sie ist unsere Heimat - unser Zuhause.

(Aus: Worte des Lebens. Was ein Lied Dir sagen möchte. Verlag DAS WORT;
http://www.das-wort.com/cgi/gen_article.
cgi?article=s329de&type=desc&rtopic=zurverinnerlichung
)


 



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