Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 21/99

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Nur bedrückt oder schon depressiv? Sie haben es in der Hand:

Depressionen - wie ist Hilfe und Heilung möglich?

Etwa acht Millionen Bürger leiden in Deutschland an einer depressiven Störung. Jeder fünfte, so die Statistiker, erkrankt in seinem Leben an einer schweren, d.h. länger dauernden Depression. Sind wir einer Depression hilflos ausgeliefert?

Depression - Mangel an Serotonin?
Ein Weg aus dem Leid
Depression durch mangelnde Stressbewältigung?
Glück und Veränderung
Das Glück des Menschen und seine Gedanken
Depression - Energiemangel der Seele
Positiver und negative Energie
Wenn der Nächste seine Energie entzieht
Das Positive in der depressiven Reaktion
Sich rechtzeitig abfangen
Der Impuls aus unserer Seele
Die Schliche des menschlichen Ego
 

Nebelverhangene Landschaft
Wann weicht der Nebel dem Licht?

Die Depression, wenn gegen sie nichts unternommen wird, ist nicht ungefährlich. So nehmen sich ca. 12.000 Bundesbürger jährlich das Leben, darunter überdurchschnittlich viele Ärzte und Pfarrer. Eine Depression kann viele Ursachen haben: eine einschneidende Lebensveränderung, Trennung oder Tod eines geliebten Menschen, Erschöpfung durch Überarbeitung, Arbeitslosigkeit, Stress in Familie oder Beruf oder falsche Lebensentscheidungen, bei denen der Mensch z. B. nicht auf seine innere Stimme hörte. Symptome einer Depression sind Antriebslosigkeit, fehlende Lebensfreude, Überempfindlichkeit, Pessimismus, ständige Traurigkeit, innere Leere, drückendes Schweregefühl bis hin zu Selbstmordäußerungen. Das Gehirn fühlt sich meist bleischwer an. Und nicht selten wird durch diesen Gemütszustand das Familienleben oder die Leistung am Arbeitsplatz stark in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommt, dass Betroffene und Angehörige die Krankheit am liebsten verschweigen möchten. Und die Verzweiflung besteht oft darin, dass der Betroffene gerne etwas leisten möchte, aber einfach die Lebenskraft dafür nicht verspürt.

Depression: Mangel an Serotonin?

In der Medizin geht man davon aus, dass bei Depressiven eine Fehlregulation der Hormone vorliegt. So haben Depressive offenbar einen Mangel an Serotonin, einem Botenstoff, der für die Übermittlung von Impulsen von Nervenzelle zu Nervenzelle zuständig ist.

Aus Leid und Unglück
gibt es den einen Weg:

Bereue und bitte um Vergebung
und tue Gleiches oder Ähnliches nicht mehr!

Dann können die kosmischen Kräfte wirken,
und aus Leid wird Freude,
und aus Unglück wird Glück.

Aus: Für Dich zum Nachdenken, S. 161
http://www.das-wort.com/deutsch/bewusstes-leben/fuer-dich-zum-nachdenken.php

Serotonin ist demnach für vieles in unserem Körper verantwortlich. Es soll unser Wohlbefinden über den Tag hinweg steuern. Und es habe auch etwas mit dem Gefühl von Würde und Selbstwert zu tun. Aus medizinischer Sicht gilt weiter: Über Nacht baut der Körper Serotonin in das verwandte Hormon Melatonin um. Am Morgen ist unser Serotoninspiegel daher niedrig. Wir versuchen ihn wieder aufzubauen, indem wir z. B. ein Frühstücksbrötchen mit Marmelade essen. Dem gleichen Zweck dient eine Tasse frisch gebrühter Kaffee. Denn Koffein regt nicht nur an, es wirkt sogar leicht euphorisierend. Zudem bringt es unseren Serotoninspiegel weiter nach oben. Auch die zweite Kaffeepause, wenn mit dem Tageslicht auch das Serotonin schwindet, soll den Stoff wieder aufbauen. Koffein stoppt zwar nicht den Abbau des Serotonins, regt aber dessen Neubildung an.

An eben diesem äußeren Serotonin-Mangel setzen die chemischen Mittel zur Bekämpfung der Depression an, die Antidepressiva, z. B. die US-"Wunderdroge" Prozac (in Deutschland "Fluctin"). Sie erhöhen einfach den Serotoninspiegel im Gehirn. Doch wenn die Zusammenhänge so einfach wären, würden ja alle depressiv Erkrankten in der Kürze der Zeit ihre Depression los. So ist es aber nicht. Nur hier und da kann ein solches Medikament die akute Depression zurück drängen bzw. verschwinden lassen. Doch es hat auch Nebenwirkungen: Die Substanzen wirken oftmals erst nach drei Wochen, der Patient hat jedoch sofort einen trockenen Mund, ist müde, hat Verdauungsstörungen. Auch die Rückfallquote ist hoch, und der genaue Wirkmechanismus ist letztlich immer noch unbekannt. Und die Ursache der Depression ist damit auch nicht behoben.

Depression durch mangelnde Stressbewältigung?

Eine andere These ist, dass die Disharmonie im Hormonsystem bei schweren Depressionen etwas mit Stress zu tun hat. Bekanntlich wird bei Stress das Hormon Cortisol bzw. CRH (Corticotropin-Releasing-Hormon) ausgeschüttet, ein Stoff, der den Organismus in Alarmbereitschaft versetzt. Wenn z. B. plötzlich vor uns ein großer, grimmiger Hund auftaucht, dann führt die Hormonausschüttung zu verstärktem Blutdruck, Atmung und Blutdurchfluss, damit der Körper entweder kämpfen oder fliehen kann. Ist die Gefahr vorbei, normalisiert sich der Hormonhaushalt wieder und Entspannung setzt ein. Nicht so bei Depressiven. Sie bleiben in einer Art innerem Dauerstress, für die es irgendwann keinen erkennbaren Anlass mehr gibt. Bei ihnen bleiben die Stresshormone ständig erhöht.

Ziel der medizinischen Depressionsbehandlung auf dieser Grundlage ist deshalb, das Stresshormon-System zu normalisieren. Da man die Produktion von zuviel Cortisol bisher nicht unterdrücken konnte, suchte man nach einem Weg, das CRH = Cortisol im Gehirn an seiner Wirkung zu hindern. Man entwickelte einen Stoff, der die Aufnahme von CRH an den Rezeptoren unterdrückt. Dadurch soll die Stressreaktion unterbrochen werden, mit der Folge, dass Angst und Unruhe schwinden sollen. Das Mittel soll Angst- und Stressgefühle stark reduzieren und weder müde noch süchtig machen.

Wer ständig glücklich sein möchte,
 muss sich oft verändern
.

Konfuzius

Die Thesen der Mediziner lassen die Frage aufkommen, ob mit solchen medizinischen Experimenten gar beliebig in den menschlichen Gefühlshaushalt eingegriffen werden kann? So fragt z. B. die Süddeutsche Zeitung: "Besteht nicht die Gefahr, dass Gesunde das Medikament missbrauchen, um besser mit ihren Ängsten umgehen zu können? Ist es dann nicht der nächste Schritt, Angst gleich zu blockieren, bevor sie überhaupt entstehen kann? Haben Gefahren bald nichts Abschreckendes mehr, ist der Angstpegel dann nur noch eine Frage der Dosierung? Der Soldat vor einem Angriff ... der Bankräuber vor einem Überfall ..." (8.10.1999) Oder anders gesprochen: Kommt also mit der modernen Psycho-Neuro-Chemie der "programmierte Unmensch"? Ein Mensch, dessen Gefühlsebene "abgeklemmt" ist, der zu Einfühlung und Mitleiden nicht mehr fähig ist?

Abgesehen davon, dass man eben auch mit dieser Cortisol-Hemmung eine Depression in der Regel nicht einfach abschalten kann, ist ein weiterer Aspekt interessant: Die Forscher lassen nämlich die Frage, was früher ist - das erhöhte Cortisol oder die Depression - aus. Sie wissen keine Antwort - vielleicht, weil sie die Seele und den Geist außen vor lassen. Ihnen reicht es vielfach, die Depression scheinbar chemisch bekämpfen zu können. Doch mit einem Medikament bekämpft man allenfalls die Symptome dieser Krankheit, wenn überhaupt. Man findet damit jedoch nicht zu ihrer tieferen Ursache.

Depression - Energiemangel der Seele

Dabei ist nicht jede depressive Reaktion - sei es schwere Niedergeschlagenheit, Bedrücktheit, Pessimismus oder Resignation - gleich eine seelische Krankheit. Doch es hat immer etwas mit der Seele zu tun. Im Leben jedes Menschen gibt es ja immer wieder das Auf und Ab, doch wer kann den Ruf seiner Seele richtig deuten? Und wie begegnet er der Herausforderung einer depressiven Reaktion?

Eines ist jedoch unstreitig: Jede Niedergeschlagenheit, jede depressive Verstimmung zeugt von Energieverlust. Und daraus lässt sich folgern: Eine Depression ist letztlich nichts anderes als ein gravierender Energiemangel der Seele. Und die entscheidende Frage im Hinblick auf eine Heilung ist, wie es zum Verlust seelischer Energie bzw. wie es zum Abfall der "Schwingung" bzw. der Bewusstseinskräfte gekommen ist bzw. kommt.

Liegen schwerwiegende Dinge zugrunde, kann es sein, dass aus der eigenen Seele etwas Dunkles ausfließen möchte, was wir uns nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung einst selbst auferlegt hatten. Und auch wenn wir dieses Negative jetzt nicht mehr praktizieren, sind wir doch noch nicht frei von den Folgen des einstigen Fehlverhaltens. Hier können auch gravierende negative Ursachen aus Vorleben zugrunde liegen, die wir noch nicht greifen können, aber vielleicht ahnen.

Positive und negative Energie

Meistens hat die Depression jedoch mit unmittelbaren Lebenssituationen zu tun. Und um hier die Schritte heraus zu finden, ist zunächst einmal das Wissen um den Unterschied zwischen positiver und negativer Energie hilfreich. Positiv ist die Energie, die sich in uns durch ein Leben nach den Geboten Gottes aufbaut, z. B. durch unser selbstloses Tun, indem wir etwas anderen eine Freude machen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Oder durch für uns richtige Entscheidungen im Einklang mit den Geboten Gottes - in wichtigen Lebenssituationen oder bei bestimmten Themen des Alltags. Diese Energie könnte man als "göttliche" Energie bezeichnen. Und diese Energie baut sich auch in den kleinsten Augenblicken des Tages auf oder ab, denn in jedem Augenblick liegt es an uns, ob wir z. B. positiv oder negativ denken. Jeder positive und ehrliche Gedanke, jede gute Empfindung ist wie ein Tropfen dieser positiven = göttlichen Energie in unsere eigene Seele hinein. Umgekehrt führen Wut, Resignation, dauernde Selbstzweifel, Grübeleien, Schuldzuweisungen, massive Erwartungen an andere, Angst und vieles mehr sofort zu weiterem Energieverlust. Denn es ist bekannt, dass Gedanken Energien sind - Kräfte also, die das bewirken, womit sie gefüllt sind. Positive, lebensbejahende Gedanken bauen auf, negative bauen ab. Dazu gehören auch andauernde grüblerische Gedanken ohne klare Entscheidungen. "Das Glück des Menschen hängt von der Beschaffenheit seiner Gedanken ab", wusste schon der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel. Es ist also letztlich die innere Einstellung, die über Glück oder Unglück in uns entscheidet und die einen Menschen anfällig macht für Depressionen oder nicht.

Das Glück des Menschen
hängt von der Beschaffenheit seiner Gedanken ab

Marc Aurel

Und der Verlust an Energie beginnt schon bei der Zerstreuung z. B. durch belanglose und wortreiche Gespräche oder durch wenig sinnvollen Zeitvertreib. Irgendwann ist dann der innere Energievorrat erschöpft. Kommt jetzt ein bestimmtes negatives oder als negativ empfundenes Ereignis hinzu, kann dies zum Auslöser für die depressive Stimmung bzw. Depression werden. Das erklärt auch, warum durch erstes positives Umdenken der Aufwärtstrend meist noch nicht spürbar ist. Denn so wie zuvor Energie stetig abgebaut wurde, so muss sie auch stetig und nach und nach erst wieder aufgebaut werden. Dieser Aufbau von positiver Energie in der eigenen Seele ist folglich auch für den Gesunden der beste Schutz vor Depressionen. Und dies ist auch ein Aspekt der Aktivierung unserer Selbstheilungskräfte bzw. der Stärkung unseres Immunsystems.

Negative Energien sind alle Energien, die mit negativem Verhalten in Verbindung stehen, wie z. B. Schadenfreude, Rachegefühle, die Genugtuung über einen gewonnenen Krieg und vieles mehr. Negative Energie ist jedoch auch - und das wird oft übersehen - diejenige Lebenskraft, die wir uns nicht selbst erarbeitet haben, sondern die wir von anderen Menschen erhalten und von denen wir uns abhängig gemacht haben. Z. B. gehört auch der Applaus dazu, den ein Künstler auf der Bühne von seinem Publikum erhält. Und zwar dann, wenn er ohne diesen Applaus in ein Energieloch fällt, das er z. B. dann mit Drogen zu kompensieren versucht. Nicht zufällig sind gerade "Stars" hier oft sehr anfällig. Negative Energie ist es auch, wenn meine Stimmung davon abhängt, ob der Partner mich begehrt oder mir schmeichelt oder ob der Chef mich lobt oder mit mir zufrieden ist.

Wenn der Nächste seine Energie entzieht

Diese Beispiele weisen auf folgendes hin: Die meisten Menschen sind mehr oder weniger abhängig von negativer Energie, und das beinhaltet eben weit mehr als uns in der Regel bewusst ist. Meist gesteht man sich nicht ein, wie abhängig man von dem Zuspruch ist, der einem von außen zugeführt wird - wenn z. B. die Mitmenschen meine Wünsche und Erwartungen erfüllen, mich bewundern oder achten oder gar ehren. Fällt eine solche für unser Wohlbefinden maßgebliche Energiequelle durch bestimmte äußere Umstände einmal weg, stürzt der Betroffene oft ganz logischerweise in eine depressive Phase oder gar Depression.

Und so ist es eben ein sehr großer Unterschied, ob ich mich daran von Herzen erfreuen kann, wenn mich z. B. ein bestimmter Mensch liebt. Oder ob ich ohne diese Liebe nicht glaube leben zu können oder mich ihr Ausbleiben in eine tiefe Depression stürzt.
Im ersten Fall kann es ein gegenseitiges Geben und Empfangen unter Menschen in Freiheit und Herzlichkeit sein. Im zweiten Fall sind die Liebenden gegenseitig massiv voneinander abhängig und - wie mit "Klebstoff" verleimt - aneinander gebunden bzw. ineinander verharkt. Es findet dann - auch im positiv empfundenen "Normalzustand" - vor allem ein Austausch von "negativer" Energie statt. Doch auch wenn dieser Energieaustausch oberflächlich positiv erscheint oder gar als Musterbeispiel beflügelnder Liebe, so droht hier immer ein Entzug von Energie. Und gerade in diesem Umfeld finden sich deshalb viele Ursachen für Depressionen - ob es sich um nicht eingestandene Ehekrisen handelt oder, allgemeiner gesprochen, z. B. um die Angst, nicht so handeln zu können, wie man es eigentlich fühlt. Weil man dann z. B. die "Liebe" = (in diesem Fall) "negative Energiezufuhr" seines Partners auf´s Spiel setzt, von dem man sich abhängig gemacht hat. Kommt es dann tatsächlich zu einer Trennung oder zeigt einem der einst innig Geliebte nun die kalte Schulter, ist spätestens dies sehr oft der Auslöser für eine Depression.

Das Positive in der depressiven Reaktion

Doch bevor jemand eventuell ein solches Schicksal erleidet, wurde er zuvor von Ereignissen seines Lebens ermuntert bzw. ernsthaft ermahnt, mit den Widrigkeiten und Konflikten im Leben auf eine gute Weise umzugehen und sich eine innere Basis aufzubauen, die ihn immer unabhängiger von der Energie anderer macht. Dabei gilt: Jeder Mensch wird wohl auf Schwierigkeiten und Probleme in seinem Leben manchmal mit einer gewissen Niedergeschlagenheit reagieren. Doch nicht jeder muss zwangsläufig eine Depression erleiden.
Eine wichtige Frage dabei ist: "Nähre" ich in dieser Situation das seelische Tief oder verwickle ich mich in oft endlosen Gesprächen in Selbstmitleid, welches das Tief noch weiter verstärkt? Und schraube ich meine Erwartungen an meinen Nächsten am Ende gar noch höher, so dass sich das Problem noch weiter verschärft? Oder frage ich umgekehrt, was das Leben mich hier lehren will, völlig unabhängig vom Verhalten meines Nächsten? Das heißt: Bei einer seelischen Gesundung kann es nicht darum gehen, meine Mitmenschen zu ändern. Ich kann nur mich selbst ändern. Und das Ziel könnte dabei immer ein größeres Stück innerer Freiheit und innere Freude sein, welche der Schöpfergott in der Seele jedes Menschen und jedes Lebewesens ja angelegt hat - und zwar unabhängig davon, wie andere über ihn denken oder ihn behandeln.

In der Psychotherapie gilt, dass Leidensdruck und Krankheitseinsicht eine Voraussetzung für die Aufnahme der Therapie sind. Doch warum Leidensdruck? Macht nicht gerade dieser Druck depressiv? Schon. Doch es kommt eben darauf an: Lasse ich mich dann hängen, resigniere ich? Und verstärke ich währenddessen vielleicht noch die Vorwürfe an meine Mitmenschen? Oder nehme ich die Depression mit einem gewissen Schrecken zur Kenntnis, lasse mich dadurch aber nicht in noch größere Tiefen ziehen? So könnte ich z. B. sagen: "Ich nehme es zur Kenntnis", erfülle aber trotzdem weiter, so gut es geht, mit äußerster Disziplin die notwendigen täglichen Verpflichtungen, auch wenn es sehr schwer fällt und man vor Verzweiflung schreien könnte.
Am Abend eines Tages sollte ich auf jeden Fall eine kleine Bilanz ziehen: "Ist es mir gelungen, nicht aufzugeben?" "Wo habe ich heute weitere Energie verloren oder wo habe ich wieder Energie hinzu gewonnen?" "Geliebter Schöpfergott, der Du das Beste für mich willst, bitte hilf mir!"

Dann bleibe ich im Rahmen meiner augenblicklich eingeschränkten Möglichkeiten aktiv und werde die eine oder andere Weiche im Leben anders stellen. Und vor allem: Ich aktiviere trotz des lähmenden Schweregefühls in meinem Gehirn über meine Gedanken auch die Selbstheilungskräfte, welche eins sind mit der Kraft Gottes in mir, auch wenn ich ein positives Ergebnis manchmal erst nach einiger Zeit spüre. Und ich lasse mir auch von Mitmenschen bei der seelischen Gesundung helfen. Z. B., indem ich einen Tagesplan mache und mit einem Menschen meines Vertrauens bespreche. Und dann tue ich eben dies und das, und der Mensch, der mit hilft, zieht mit mir zusammen eventuell am frühen Abend eine kleine Tagesbilanz und hilft mir, den kommenden Tag zu planen.
Eine Hilfe kann es auch sein, die Verantwortung, die ich für bestimmte Tätigkeiten übernommen habe, öfters zu bejahen und die Gedanken immer wieder auf die Erfüllung dieser Verantwortung zu richten anstatt in Grübeleien oder in lange sich im Kreis drehende Gespräche über die Depression zu versinken.

Sich rechtzeitig abfangen

Die Erfahrung zeigt weiter auch Folgendes: In jedem Leben gibt es immer wieder das Auf und Ab ohne dass man im Tief gleich depressiv sein muss. Und das hat man vielfach selbst in der Hand. Wenn nämlich erste Anzeichen von Niedergeschlagenheit, Unzufriedenheit, Melancholie, Resignation kommen, dann sollten wir dies als Achtungszeichen ansehen, gewissermaßen als einen Impuls der Seele.
 

Depressionen, Lethargien, Abhängigkeiten

Erst Ursache erforschen,
dann Hebel umlegen

"Zwingen Sie sich, immer wieder daran zu denken - zwingen Sie sich so lange, bis sie den Hebel umlegen und sich sagen: ´Depressionen, Lethargie, Gleichgültigkeit, Abhängigkeit und Gleiches und Ähnliches sind allzumenschliche Komponenten, die mich nur in den nächsten sündhaften Gedanken herabziehen und mich an äußere Dinge binden wollen, die mir nur Schwierigkeiten und Sorgen bereiten.` Richten Sie sich also auf! Erheben Sie sich aus Ihrem Tiefgang. Treten Sie diesem Herabziehenden mutig entgegen, und entscheiden Sie: ´Das gehört nicht zu mir! Ich akzeptiere es einfach nicht. Ich drehe es um ins Positive.` Lassen Sie nicht locker! Wir sind Menschen in der Bewegung des Für und Wider. Machen Sie sich, so oft es geht, bewusst, dass Sie im Urgrund Ihrer Seele ein Geistwesen sind und dass Ihr geistiger Leib unsterblich ist ... Es lohnt sich also, immer wieder zu sagen: Ich werde mich jetzt bezwingen und daran glauben, dass ich im Urgrund meiner Seele ein Geistwesen bin und dass alle Depressionen, Lethargien, Gleichgültigkeiten und Abhängigkeiten nur allzumenschliche Komponenten sind. Vergessen Sie aber nicht: Um für dieses Umdenken freie Bahn zu schaffen, ist es unbedingt notwendig, zunächst die Ursachen unserer Misshelligkeiten zu erforschen: Wo kamen, wo kommen sie her? Wir sollten lernen, uns zu hinterfragen - denn alle diese Komponenten haben Gedanken und Gefühle -, und in diesen Gefühlen, in diesen Gedanken liegt das so genannte Sündhafte, woraus sich z. B. die Depression, die Abhängigkeit oder die Lethargie ergibt."

(Aus: Gabriele, Lebensschule zur Lebensbemeisterung - Der Weg zum kosmischen Bewusstsein, Band 1, Marktheidenfeld 2009, S.30-33; http://www.das-wort.com/deutsch/der-kosmische-weg/lebensschule-zur-lebensbemeisterung-band-1.php)


Die Aufgabe heißt dann, sich rechtzeitig abzufangen, um nicht in eine tiefere Unzufriedenheit oder Depression abzugleiten. Wir sollten uns also nicht absacken lassen, sondern aktiv gegen eine aufziehende Niedergeschlagenheit etwas unternehmen. Das können auch scheinbar kleine Dinge sein. Wir könnten uns z. B. selbst eine Freude machen, um etwas Abstand von dem augenblicklich Niederdrückenden zu gewinnen, z. B. durch einen guten Film im Kino oder durch einen Kauf eines schönen Kleidungsstücks oder auch nur ein kühles frisches Bier am Abend. Mit etwas Distanz kann die Welt und der Blick auf meine Mitmenschen schon wieder anders aussehen. Oft hilft es schon, einfach irgendwie in Bewegung zu bleiben. Ich gehe oder fahre hier und dort hin und erledige eine scheinbare Kleinigkeit. Auch einmal eine halbe Nacht wach zu bleiben und die Zeit z. B. durch das Lesen eines guten Buches zu nützen, kann schon viel helfen.
Es gibt auch naturheilkundliche Medikamente, die diesen Prozess der Gegensteuerung unterstützen können. Vor allem sollten wir nicht den Fehler machen, zu meinen, dass es wieder mal die anderen sind, die unseren Zustand verursacht hätten. Auch wenn es nur schwer annehmbar ist: Wir sind bzw. wir waren es selbst. Und es liegt in unserer Hand, das Blatt wieder zu wenden. Mitmenschen haben zwar ihren negativen Anteil auch an unserer depressiven Situation. Doch nur, weil in uns etwas zugrunde liegt, das den Magneten für den negativ oder den negativ empfundenen Einfluss von Mitmenschen gebildet hat.

Der Impuls aus unserer Seele

So ist es wichtig, bei der Analyse bei sich selbst zu bleiben. Und deshalb könnte man sich also schon bei ersten Alarmzeichen fragen: "Was will mir die Unzufriedenheit oder die Niedergeschlagenheit sagen?" Wer sich ehrlich befragt, den kann Christus, der innere Ratgeber und Helfer in unserer Seele, auch führen, indem z. B. im Alltag Situationen auf uns zu kommen, die eine Teilantwort bzw. Lösung für unser drohendes Tief enthalten oder einen Aspekt davon aufzeigen, den wir heute anpacken können. Dabei sollten wir die Gedanken- bzw. Bilderketten anschauen, die uns in der Unzufriedenheit bzw. Niedergeschlagenheit kommen. Oftmals stammen sie aus unserer Erwartungs- oder Wunschwelt. Und wir sollten sie "bereinigen", wenn sie nicht "gesetzmäßig" (= mit den Geboten Gottes im Einklang) sind oder nicht erfüllbar sind. Zugleich könnten wir beginnen, unserem Nächsten gegenüber das zu geben, was wir von ihm erwarten. Das ist auch die Bergpredigt des Jesus von Nazareth, deren "Goldene Regel" lautet: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst." Oder: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu." Und das ist auch der Kern einer wirklich christlichen Lehre.
Tragen wir unseren Mitmenschen, der uns zu schaffen macht, im Herzen und lernen wir, ihm alles Gute zu wünschen anstatt ihm dauernd gedanklich Vorwürfe zu machen, sind wir ebenfalls auf dem allerbesten Weg der Besserung. Und dann kommt auch dieser Mitmensch vielleicht schon bald in einer positiven Weise auf uns zu, weil es ihm nun auch besser geht.

Fangen wir uns jedoch nicht rechtzeitig ab, hören wir also nicht auf den Impuls der Seele, dann kann unser Gemüt allmählich abstumpfen und womöglich sind wir dann irgendwann sogar taub für die vielfältigen Hilfen. Dann wird die Rückkehr ins Positive schwerer, weil das Negative zwischenzeitlich deutlich die Oberhand bekommen hat. Es kann dann zu heftigen inneren Kämpfen kommen: Imer wieder Gedanke gegen Gedanke, Empfindung gegen Empfindung. Aber auch hier gibt es mit der Zeit die Lösung für den, der in seinem Kampf gegen das Negative in sich selbst nicht nachlässt. Eine Umkehr ist immer möglich, solange wir noch irgendwie selbstständig zu denken vermögen. Dazu braucht es Disziplin und Ausdauer. Und die Ausrichtung auf den inneren Arzt und Heiler, Christus in uns, den größten Psychotherapeuten. Durch Ihn ist Hilfe und Heilung möglich.

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AKTUELLER VORTRAG im Palmensaal der Sophia-Universität, Altfeld, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld, an einem Donnerstag oder Freitag , 19.30 Uhr, Wohin ich sende, von dort empfange ich, Ärztevortrag mit Aussprache; Referenten: Dr. med. Arno Schneider, Dr. med. Hans-Günter Kugler, Eintritt frei; nächster Termin wird noch bekannt gegeben. Infromationstelefon: 09391/504138

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Selbsterkenntnis auf dem inneren mystischen Weg

Die Schliche des menschlichen Ego und die Ursache vieler Aggressionen und Depressionen

Auch auf dem inneren mystischen Weg, der bei den Urchristen im Universellen Leben gelehrt wird, geht es um den Umgang mit Aggressionen und Depressionen des Menschen und um die Frage, was diesen zugrunde liegen könnte und wie es bereinigt werden kann. Nachfolgend ein Auszug aus der Schulung "Finde zum Ur-Licht in Dir", Stufe der Ordnung, Teil 2.

"Unter anderem hat der Gemütsbereich unser Sein- und Habenwollen gespeichert, dem das Selbstmitleid entspringt, das sich in vielen Variationen äußert. Der Mensch in Erwartungshaltung leidet an Energiemangel; er ist auf Anerkennung und auf Aufwertung seitens anderer angewiesen. Auch über Vorwürfe und Schuldzuweisungen versucht man, Energie zu ziehen. Wer dieses Theater des Ego nicht durchschaut, fällt darauf herein - der Energieaustausch vollzieht sich. Um die göttliche Energie handelt es sich dabei nicht. Abhängigkeit, Gebundenheit bis hin zur Hörigkeit sind die Folge. Der Ego-Stärkere bläht sich auf und weiß seinen Mitmenschen geschickt zu manipulieren, um sich seine Energie nutzbar zu machen. Der Energieverlust dessen, der sich - scheinbar freiwillig, doch letztlich nur aufgrund seiner Schwäche - unterordnet, sich unterwirft, führt zu Gefühlen der Niedergeschlagenheit, der Depression.

Von einem erfüllten Leben kann bei beiden Energie-Tausch-Partnern nicht die Rede sein. Der eine wird trotz seiner Machtausübung nicht von innen heraus glücklich sein, und der Unzufriedene in der Opferrolle wird ebenfalls seines Lebens nicht  froh werden. Ohnmachtsgefühle, Selbstzweifel, Anwandlungen von Selbstverneinung, Selbstaufgabe bis hin zur Selbstzerstörung verdunkeln sein Gemüt. Auflehnung, Neid, eventuell gar Hass gegen den oder die ihn Beherrschenden bringen Aggressionen hervor. Manch einer vermag etwa seine aggressiven Gemütsaufwallungen hinter eine Fassade von Anstand und Wohlverhalten oder gar Scheinheiligkeit lange zu verbergen. Fällt er doch einmal aus der Rolle, so weiß er diese Gemütsbewegungen unter Umständen mit Raffinement umzumünzen, indem er sich mit ausgeklügelten Redewendungen dem Nächsten so präsentiert, dass dieser in eine Schuldfalle geht, woraufhin ihn der Aggressionsgeladene energiemäßig auszunehmen vermag.

Die Tendenzen des Ego-Menschlichen - z. B. Neid, Eifersucht, Rechthaberei gleich Besserwisserei - halten das Gemüt vieler in ständiger Bewegung. Es sind negative Grundzüge, Programme, von denen wohl jeder Mensch, der sich aus der allzumenschlichen Niedrigkeit in das hohe Bewusstsein des "Absoluten Gesetzes" [= eines Lebens im Geiste Gottes] erheben möchte, einiges - und seien es auch nur Restbestände - in sich zu erkennen und auszuräumen hat. Der nun als Gnadengeschenk Gottes gelehrte intensive Weg ... setzt die Bereitschaft zur Selbsterkenntnis - anders gesprochen: setzt die Bereitschaft zum Lernen an sich selbst - voraus."

(Gabriele, Botschafterin Gottes in unserer mächtigen Zeitwende, zit. nach "Finde zum Urlicht in Dir", http://www.das-wort.com/deutsch/der-kosmische-weg/finde-zum-ur-licht-in-dir.php
und als Hörbuch http://www.das-wort.com/deutsch/hoerbuecher-cd/angebot-finde-zum-ur-licht-in-dir-alle-13-cds.php)

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