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Nur bedrückt oder schon depressiv? Sie haben es in der
Hand:
Depressionen - wie
ist Hilfe und Heilung möglich?
Etwa acht Millionen
Bürger
leiden in Deutschland an einer depressiven Störung. Jeder fünfte, so die Statistiker, erkrankt in
seinem Leben an einer schweren, d.h. länger dauernden Depression. Sind wir einer
Depression hilflos ausgeliefert?
Depression - Mangel an Serotonin?
Ein Weg aus dem Leid
Depression durch mangelnde Stressbewältigung?
Glück und Veränderung
Das Glück des Menschen und seine Gedanken
Depression - Energiemangel der Seele
Positiver und negative Energie
Wenn der Nächste seine Energie entzieht
Das Positive in der depressiven Reaktion
Sich rechtzeitig abfangen
Der Impuls aus unserer Seele
Die
Schliche des menschlichen Ego

Wann weicht der Nebel dem Licht?
Die Depression, wenn gegen sie nichts unternommen wird,
ist nicht ungefährlich. So nehmen sich ca. 12.000 Bundesbürger jährlich das Leben, darunter
überdurchschnittlich viele Ärzte und Pfarrer. Eine Depression kann viele Ursachen haben:
eine einschneidende Lebensveränderung, Trennung oder Tod eines geliebten Menschen,
Erschöpfung durch Überarbeitung, Arbeitslosigkeit, Stress in Familie oder Beruf
oder falsche Lebensentscheidungen, bei denen der Mensch z. B. nicht auf seine
innere Stimme hörte.
Symptome einer Depression sind Antriebslosigkeit, fehlende Lebensfreude,
Überempfindlichkeit, Pessimismus, ständige Traurigkeit, innere Leere,
drückendes Schweregefühl bis
hin zu
Selbstmordäußerungen. Das Gehirn fühlt sich meist bleischwer an. Und nicht selten wird durch diesen
Gemütszustand das Familienleben oder die Leistung am Arbeitsplatz stark
in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommt, dass Betroffene und Angehörige die Krankheit am
liebsten verschweigen möchten. Und die Verzweiflung besteht oft darin, dass
der Betroffene gerne etwas leisten möchte, aber einfach die Lebenskraft
dafür nicht verspürt.
Depression:
Mangel an Serotonin?
In der Medizin geht man davon aus,
dass bei Depressiven eine Fehlregulation der Hormone vorliegt. So haben Depressive
offenbar
einen Mangel an Serotonin, einem Botenstoff, der für die Übermittlung von Impulsen von
Nervenzelle zu Nervenzelle zuständig ist.
Serotonin ist demnach für vieles in unserem Körper verantwortlich. Es
soll
unser Wohlbefinden über den Tag hinweg steuern. Und es habe auch etwas mit dem Gefühl von Würde und
Selbstwert zu tun. Aus medizinischer Sicht gilt weiter: Über Nacht baut der Körper Serotonin in das verwandte Hormon
Melatonin um. Am Morgen ist unser Serotoninspiegel daher niedrig. Wir versuchen ihn wieder
aufzubauen, indem wir z. B. ein Frühstücksbrötchen mit Marmelade essen. Dem gleichen
Zweck dient eine Tasse frisch gebrühter Kaffee. Denn Koffein regt nicht nur an, es wirkt
sogar leicht euphorisierend. Zudem bringt es unseren Serotoninspiegel weiter nach oben.
Auch die zweite Kaffeepause, wenn mit dem Tageslicht auch das Serotonin schwindet, soll
den Stoff wieder aufbauen. Koffein stoppt zwar nicht den Abbau des Serotonins, regt aber
dessen Neubildung an.
An eben diesem äußeren Serotonin-Mangel setzen die chemischen Mittel zur Bekämpfung
der Depression an, die Antidepressiva, z. B. die US-"Wunderdroge" Prozac
(in Deutschland "Fluctin"). Sie erhöhen einfach den Serotoninspiegel im Gehirn.
Doch wenn die Zusammenhänge so einfach wären, würden ja alle depressiv
Erkrankten in der Kürze der Zeit ihre Depression los. So ist es aber
nicht. Nur hier und da kann ein solches Medikament die akute Depression zurück drängen
bzw. verschwinden lassen. Doch es hat auch Nebenwirkungen: Die
Substanzen wirken oftmals erst nach drei Wochen, der Patient hat jedoch sofort einen
trockenen Mund, ist müde, hat Verdauungsstörungen. Auch die Rückfallquote ist hoch, und
der genaue Wirkmechanismus ist letztlich immer noch unbekannt. Und die
Ursache der Depression ist damit auch nicht behoben.
Depression durch
mangelnde Stressbewältigung?
Eine andere These ist,
dass
die Disharmonie im Hormonsystem bei schweren Depressionen etwas mit Stress zu tun hat.
Bekanntlich wird bei Stress das Hormon Cortisol bzw. CRH (Corticotropin-Releasing-Hormon)
ausgeschüttet, ein Stoff, der den Organismus in Alarmbereitschaft versetzt. Wenn z. B.
plötzlich vor uns ein großer, grimmiger Hund auftaucht, dann führt die
Hormonausschüttung zu verstärktem Blutdruck, Atmung und Blutdurchfluss, damit der
Körper entweder kämpfen oder fliehen kann. Ist die Gefahr vorbei, normalisiert sich der
Hormonhaushalt wieder und Entspannung setzt ein. Nicht so bei Depressiven. Sie bleiben in
einer Art innerem Dauerstress, für die es irgendwann keinen erkennbaren Anlass
mehr gibt. Bei ihnen bleiben die
Stresshormone ständig erhöht.
Ziel der medizinischen Depressionsbehandlung auf
dieser Grundlage ist deshalb, das
Stresshormon-System zu normalisieren. Da man die Produktion von zuviel Cortisol bisher nicht
unterdrücken konnte, suchte man nach einem Weg, das CRH = Cortisol im
Gehirn an seiner Wirkung zu hindern. Man entwickelte einen Stoff, der
die Aufnahme von CRH an den Rezeptoren unterdrückt. Dadurch soll die
Stressreaktion unterbrochen werden, mit der Folge, dass Angst und Unruhe
schwinden sollen. Das Mittel soll Angst- und Stressgefühle stark
reduzieren und weder müde noch süchtig machen.
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Wer ständig
glücklich sein möchte,
muss sich oft verändern.
Konfuzius |
Die Thesen der Mediziner lassen die Frage aufkommen,
ob mit solchen medizinischen Experimenten gar beliebig in den menschlichen
Gefühlshaushalt eingegriffen werden kann? So fragt z. B. die
Süddeutsche Zeitung: "Besteht
nicht die Gefahr, dass Gesunde das Medikament missbrauchen, um besser mit ihren Ängsten
umgehen zu können? Ist es dann nicht der nächste Schritt, Angst gleich zu blockieren,
bevor sie überhaupt entstehen kann? Haben Gefahren bald nichts Abschreckendes mehr, ist
der Angstpegel dann nur noch eine Frage der Dosierung? Der Soldat vor einem Angriff ...
der Bankräuber vor einem Überfall ..." (8.10.1999) Oder
anders gesprochen: Kommt
also mit der modernen Psycho-Neuro-Chemie der "programmierte Unmensch"? Ein Mensch, dessen
Gefühlsebene "abgeklemmt" ist, der zu Einfühlung und Mitleiden nicht mehr
fähig ist?
Abgesehen davon, dass man eben auch mit dieser Cortisol-Hemmung eine
Depression in der Regel nicht einfach abschalten kann, ist ein weiterer
Aspekt interessant: Die Forscher lassen nämlich die Frage, was früher ist - das
erhöhte Cortisol oder die Depression - aus. Sie wissen keine Antwort - vielleicht, weil
sie die Seele und den Geist außen vor lassen. Ihnen reicht es vielfach, die Depression
scheinbar chemisch
bekämpfen zu können. Doch mit einem Medikament bekämpft man allenfalls die Symptome dieser
Krankheit, wenn überhaupt. Man findet damit jedoch nicht zu ihrer tieferen Ursache.
Depression
- Energiemangel der Seele
Dabei
ist nicht jede depressive
Reaktion - sei es schwere Niedergeschlagenheit, Bedrücktheit, Pessimismus oder Resignation - gleich eine seelische Krankheit.
Doch es hat immer etwas mit der Seele zu
tun. Im Leben jedes Menschen gibt es ja immer wieder das
Auf und Ab, doch wer kann den Ruf seiner Seele richtig deuten? Und wie
begegnet er der Herausforderung einer depressiven Reaktion?
Eines ist jedoch unstreitig: Jede Niedergeschlagenheit, jede depressive
Verstimmung zeugt von Energieverlust. Und daraus lässt sich folgern:
Eine Depression ist letztlich
nichts anderes als ein gravierender Energiemangel der Seele. Und die
entscheidende Frage im Hinblick auf eine Heilung ist, wie es zum Verlust seelischer
Energie bzw. wie es zum Abfall der "Schwingung"
bzw. der Bewusstseinskräfte gekommen ist bzw. kommt.
Liegen schwerwiegende Dinge zugrunde, kann es sein, dass aus der eigenen
Seele etwas Dunkles ausfließen möchte, was wir uns nach dem Gesetz von
Ursache und Wirkung einst selbst auferlegt hatten. Und auch wenn wir dieses
Negative
jetzt nicht mehr praktizieren, sind wir doch noch nicht frei von den Folgen
des einstigen Fehlverhaltens. Hier können auch gravierende negative
Ursachen aus Vorleben zugrunde liegen, die wir noch nicht greifen
können, aber vielleicht ahnen.
Positive und negative Energie
Meistens hat die Depression jedoch mit unmittelbaren Lebenssituationen
zu tun. Und um hier die Schritte heraus zu finden, ist zunächst einmal
das Wissen um den Unterschied zwischen positiver und
negativer Energie hilfreich. Positiv ist die Energie, die sich in
uns durch ein Leben nach den Geboten Gottes aufbaut, z. B. durch unser
selbstloses Tun, indem wir etwas anderen eine Freude machen, ohne dafür
eine Gegenleistung zu erwarten. Oder durch für uns richtige Entscheidungen
im Einklang mit den Geboten Gottes - in wichtigen Lebenssituationen oder bei
bestimmten Themen des Alltags. Diese
Energie könnte man als "göttliche" Energie bezeichnen. Und diese
Energie baut sich auch in den kleinsten Augenblicken des Tages auf oder
ab, denn in jedem Augenblick liegt es an uns, ob wir z. B. positiv oder
negativ denken. Jeder positive und ehrliche Gedanke, jede gute Empfindung ist wie ein
Tropfen dieser positiven = göttlichen Energie in unsere eigene Seele
hinein. Umgekehrt führen Wut, Resignation, dauernde
Selbstzweifel, Grübeleien, Schuldzuweisungen, massive Erwartungen an andere, Angst und vieles mehr sofort zu weiterem Energieverlust. Denn es ist bekannt, dass Gedanken Energien sind
- Kräfte
also, die das bewirken, womit sie gefüllt sind. Positive,
lebensbejahende Gedanken bauen auf, negative bauen ab. Dazu gehören auch andauernde
grüblerische Gedanken ohne klare Entscheidungen. "Das Glück des Menschen hängt von der Beschaffenheit seiner Gedanken
ab", wusste schon der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel. Es ist also letztlich die innere Einstellung, die über
Glück oder Unglück in uns entscheidet und die einen Menschen anfällig
macht für Depressionen oder nicht.
Das
Glück
des Menschen
hängt von der
Beschaffenheit seiner
Gedanken ab
Marc Aurel |
Und der Verlust an Energie beginnt schon bei der Zerstreuung z. B. durch belanglose
und wortreiche Gespräche
oder durch wenig sinnvollen Zeitvertreib. Irgendwann ist dann der innere
Energievorrat erschöpft. Kommt jetzt ein bestimmtes negatives oder als
negativ empfundenes Ereignis hinzu, kann dies zum Auslöser für die depressive Stimmung
bzw. Depression werden. Das erklärt auch,
warum durch erstes positives Umdenken der
Aufwärtstrend meist noch nicht spürbar ist. Denn so wie zuvor Energie
stetig abgebaut wurde, so muss sie auch stetig und
nach und nach erst wieder aufgebaut werden. Dieser Aufbau von positiver Energie
in der eigenen Seele ist folglich auch für den Gesunden der beste Schutz vor
Depressionen. Und dies ist auch ein Aspekt der Aktivierung unserer
Selbstheilungskräfte bzw. der Stärkung unseres Immunsystems.
Negative Energien sind alle Energien, die mit negativem Verhalten in
Verbindung stehen, wie z. B. Schadenfreude, Rachegefühle, die Genugtuung
über einen gewonnenen Krieg und vieles mehr. Negative Energie ist jedoch
auch - und das wird oft übersehen - diejenige Lebenskraft, die wir uns nicht selbst erarbeitet haben, sondern
die wir von anderen Menschen erhalten und von denen wir uns abhängig
gemacht haben. Z. B. gehört auch der Applaus dazu, den ein Künstler auf
der Bühne von seinem Publikum erhält. Und zwar dann, wenn er ohne diesen
Applaus in ein Energieloch fällt, das er z. B. dann mit Drogen zu
kompensieren versucht. Nicht zufällig sind gerade "Stars" hier oft sehr
anfällig. Negative Energie ist es auch, wenn meine Stimmung davon
abhängt, ob der Partner mich begehrt oder mir schmeichelt oder ob der Chef mich lobt
oder mit mir zufrieden ist.
Wenn der Nächste seine Energie entzieht
Diese Beispiele weisen auf folgendes hin: Die meisten Menschen
sind mehr oder weniger abhängig von negativer Energie,
und das beinhaltet eben weit mehr als uns in der Regel bewusst ist. Meist
gesteht man sich nicht ein, wie abhängig man von dem Zuspruch ist, der
einem von außen zugeführt wird - wenn z. B. die
Mitmenschen meine Wünsche und Erwartungen erfüllen, mich bewundern oder
achten oder gar ehren. Fällt eine solche für unser Wohlbefinden
maßgebliche Energiequelle durch
bestimmte äußere Umstände einmal weg, stürzt der Betroffene
oft ganz logischerweise in eine depressive Phase oder gar Depression.
Und so ist es eben ein sehr großer Unterschied, ob ich mich daran von Herzen erfreuen kann,
wenn mich z. B. ein bestimmter Mensch liebt. Oder ob ich ohne diese
Liebe nicht glaube leben zu können oder mich ihr Ausbleiben in
eine tiefe Depression stürzt.
Im ersten Fall kann es ein
gegenseitiges Geben und Empfangen unter Menschen in Freiheit und
Herzlichkeit sein.
Im
zweiten Fall sind die Liebenden gegenseitig massiv voneinander abhängig und
- wie mit "Klebstoff" verleimt - aneinander gebunden bzw. ineinander verharkt. Es findet dann
- auch im positiv empfundenen "Normalzustand" - vor allem
ein Austausch von "negativer" Energie statt. Doch auch wenn dieser
Energieaustausch oberflächlich positiv erscheint oder gar als
Musterbeispiel beflügelnder Liebe, so droht hier immer ein Entzug
von Energie. Und gerade in diesem Umfeld finden sich deshalb viele Ursachen für
Depressionen - ob es sich um nicht eingestandene Ehekrisen handelt oder,
allgemeiner gesprochen, z. B. um die Angst, nicht so handeln zu können, wie man es
eigentlich fühlt. Weil man dann z. B. die "Liebe" = (in diesem Fall)
"negative Energiezufuhr" seines Partners auf´s Spiel setzt, von dem
man sich abhängig gemacht hat. Kommt es dann tatsächlich zu einer
Trennung oder zeigt einem der einst innig Geliebte nun die kalte
Schulter, ist spätestens dies sehr oft der Auslöser für eine Depression.
Das Positive in der depressiven Reaktion
Doch
bevor jemand eventuell ein solches Schicksal erleidet, wurde er zuvor
von Ereignissen seines Lebens ermuntert bzw. ernsthaft ermahnt, mit den Widrigkeiten und Konflikten im
Leben auf eine gute Weise umzugehen und sich eine innere Basis
aufzubauen, die ihn immer unabhängiger von der Energie anderer macht. Dabei gilt: Jeder Mensch wird wohl auf Schwierigkeiten und Probleme in seinem Leben
manchmal mit einer gewissen Niedergeschlagenheit reagieren. Doch nicht
jeder muss zwangsläufig eine Depression erleiden.
Eine wichtige Frage dabei ist: "Nähre" ich in
dieser Situation das seelische Tief oder verwickle ich mich in oft
endlosen Gesprächen in Selbstmitleid,
welches das Tief noch weiter verstärkt? Und
schraube ich meine Erwartungen an meinen Nächsten am Ende gar noch höher,
so dass sich das Problem noch weiter verschärft? Oder frage ich umgekehrt, was das Leben
mich hier lehren will, völlig unabhängig vom Verhalten meines
Nächsten?
Das heißt: Bei einer seelischen Gesundung kann es nicht darum gehen, meine Mitmenschen zu ändern.
Ich kann nur mich selbst ändern. Und das Ziel könnte dabei immer ein größeres Stück innerer Freiheit und
innere Freude sein, welche der Schöpfergott in der Seele jedes Menschen und
jedes Lebewesens ja angelegt hat - und zwar unabhängig davon, wie andere
über ihn denken oder ihn behandeln.
In der Psychotherapie gilt, dass Leidensdruck und Krankheitseinsicht
eine Voraussetzung für die Aufnahme der Therapie sind. Doch warum
Leidensdruck? Macht nicht gerade dieser Druck depressiv? Schon. Doch es
kommt eben darauf an: Lasse ich mich dann hängen, resigniere ich? Und
verstärke ich währenddessen vielleicht noch die Vorwürfe an meine
Mitmenschen? Oder nehme ich die Depression mit einem gewissen Schrecken
zur Kenntnis, lasse mich dadurch aber nicht in noch größere Tiefen
ziehen? So könnte ich z. B. sagen: "Ich nehme es zur Kenntnis",
erfülle aber trotzdem weiter, so gut es geht, mit äußerster Disziplin
die notwendigen täglichen Verpflichtungen, auch wenn
es sehr schwer fällt und man vor Verzweiflung schreien könnte.
Am Abend eines Tages sollte ich auf jeden Fall eine kleine Bilanz
ziehen: "Ist es mir gelungen, nicht aufzugeben?" "Wo habe ich heute
weitere Energie verloren oder wo habe ich wieder Energie hinzu gewonnen?" "Geliebter Schöpfergott, der
Du
das Beste für mich willst, bitte hilf mir!"
Dann bleibe
ich im Rahmen meiner augenblicklich eingeschränkten Möglichkeiten aktiv
und werde die eine oder andere Weiche im Leben anders stellen.
Und vor allem: Ich aktiviere trotz des lähmenden Schweregefühls in
meinem Gehirn über meine Gedanken auch die
Selbstheilungskräfte, welche eins sind mit der Kraft Gottes in mir, auch wenn ich
ein
positives Ergebnis manchmal erst nach einiger Zeit spüre. Und ich lasse mir
auch von Mitmenschen bei der seelischen Gesundung helfen. Z. B., indem
ich einen Tagesplan mache und mit einem Menschen meines Vertrauens
bespreche. Und dann tue ich eben dies und das, und der Mensch, der mit
hilft, zieht mit mir zusammen eventuell am frühen Abend eine kleine Tagesbilanz
und hilft mir, den kommenden Tag zu planen.
Eine Hilfe kann es auch sein, die Verantwortung, die ich für
bestimmte Tätigkeiten übernommen habe, öfters zu bejahen und die
Gedanken immer wieder auf die Erfüllung dieser Verantwortung zu richten
anstatt in Grübeleien oder in lange sich im Kreis drehende Gespräche
über die Depression zu versinken.
Sich
rechtzeitig abfangen
Die Erfahrung zeigt weiter auch Folgendes: In jedem Leben gibt es
immer wieder das Auf und Ab ohne dass man im Tief gleich depressiv sein
muss. Und das hat man vielfach selbst in der Hand. Wenn nämlich erste Anzeichen von Niedergeschlagenheit, Unzufriedenheit,
Melancholie, Resignation kommen, dann sollten wir dies als Achtungszeichen ansehen,
gewissermaßen als einen Impuls der Seele.
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Depressionen,
Lethargien, Abhängigkeiten
Erst Ursache
erforschen,
dann Hebel umlegen
"Zwingen Sie sich, immer wieder daran zu
denken - zwingen Sie sich so lange, bis sie den Hebel umlegen und sich
sagen: ´Depressionen, Lethargie, Gleichgültigkeit, Abhängigkeit und Gleiches
und Ähnliches sind allzumenschliche Komponenten, die mich nur in den
nächsten sündhaften Gedanken herabziehen und mich an äußere Dinge binden
wollen, die mir nur Schwierigkeiten und Sorgen bereiten.` Richten Sie sich
also auf! Erheben Sie sich aus Ihrem Tiefgang. Treten Sie diesem
Herabziehenden mutig entgegen, und entscheiden Sie: ´Das gehört nicht zu
mir! Ich akzeptiere es einfach nicht. Ich drehe es um ins Positive.` Lassen
Sie nicht locker! Wir sind Menschen in der Bewegung des Für und Wider.
Machen Sie sich, so oft es geht, bewusst, dass Sie im Urgrund Ihrer Seele
ein Geistwesen sind und dass Ihr geistiger Leib unsterblich ist ... Es lohnt
sich also, immer wieder zu sagen: Ich werde mich jetzt bezwingen und daran
glauben, dass ich im Urgrund meiner Seele ein Geistwesen bin und dass alle
Depressionen, Lethargien, Gleichgültigkeiten und Abhängigkeiten nur
allzumenschliche Komponenten sind. Vergessen Sie aber nicht: Um für dieses
Umdenken freie Bahn zu schaffen, ist es unbedingt notwendig, zunächst die
Ursachen unserer Misshelligkeiten zu erforschen: Wo kamen, wo kommen sie
her? Wir sollten lernen, uns zu hinterfragen - denn alle diese Komponenten
haben Gedanken und Gefühle -, und in diesen Gefühlen, in diesen Gedanken
liegt das so genannte Sündhafte, woraus sich z. B. die Depression, die
Abhängigkeit oder die Lethargie ergibt."
(Aus: Gabriele, Lebensschule zur
Lebensbemeisterung - Der Weg zum kosmischen Bewusstsein, Band 1,
Marktheidenfeld 2009, S.30-33;
http://www.das-wort.com/deutsch/der-kosmische-weg/lebensschule-zur-lebensbemeisterung-band-1.php) |
Die Aufgabe heißt
dann, sich rechtzeitig abzufangen, um nicht in eine tiefere Unzufriedenheit oder
Depression abzugleiten. Wir sollten uns also nicht absacken lassen, sondern aktiv gegen
eine aufziehende Niedergeschlagenheit etwas
unternehmen. Das können auch scheinbar kleine Dinge sein. Wir könnten uns z. B. selbst eine Freude machen, um
etwas Abstand von dem augenblicklich Niederdrückenden zu gewinnen,
z. B. durch einen guten Film im Kino oder durch einen Kauf eines schönen Kleidungsstücks
oder auch nur ein kühles frisches Bier am Abend. Mit
etwas Distanz kann die Welt und der Blick auf meine Mitmenschen schon
wieder anders aussehen. Oft hilft es schon, einfach irgendwie in
Bewegung zu bleiben. Ich gehe oder fahre hier und dort hin und erledige
eine scheinbare Kleinigkeit. Auch einmal eine halbe Nacht wach zu
bleiben und die Zeit z. B. durch das Lesen eines guten Buches zu nützen,
kann schon viel helfen.
Es gibt auch naturheilkundliche
Medikamente, die diesen Prozess der Gegensteuerung unterstützen können. Vor allem sollten wir nicht den
Fehler machen, zu meinen, dass es wieder mal die anderen sind, die
unseren Zustand verursacht hätten. Auch wenn es nur schwer annehmbar
ist: Wir sind bzw. wir waren es selbst. Und es liegt in unserer Hand, das
Blatt wieder zu wenden. Mitmenschen haben zwar ihren negativen Anteil auch an
unserer depressiven Situation. Doch nur, weil in uns etwas zugrunde
liegt, das den Magneten für den negativ oder den negativ empfundenen Einfluss von Mitmenschen
gebildet hat.
Der Impuls aus unserer Seele
So ist es wichtig, bei der Analyse bei sich selbst zu bleiben. Und
deshalb könnte
man sich also schon bei ersten Alarmzeichen fragen:
"Was will mir die
Unzufriedenheit oder die Niedergeschlagenheit sagen?" Wer sich ehrlich befragt, den kann
Christus, der innere Ratgeber und Helfer in unserer Seele, auch führen,
indem z. B. im Alltag Situationen auf uns zu kommen, die eine Teilantwort
bzw. Lösung für unser drohendes Tief enthalten oder einen Aspekt davon
aufzeigen, den wir heute anpacken können. Dabei sollten wir die
Gedanken- bzw. Bilderketten anschauen, die
uns in der
Unzufriedenheit bzw. Niedergeschlagenheit kommen. Oftmals stammen sie aus unserer Erwartungs- oder Wunschwelt.
Und wir
sollten sie "bereinigen", wenn sie nicht "gesetzmäßig" (= mit den Geboten
Gottes im Einklang) sind oder nicht erfüllbar sind. Zugleich
könnten wir beginnen, unserem Nächsten gegenüber das zu geben, was wir
von ihm erwarten. Das ist auch die Bergpredigt des Jesus von Nazareth,
deren "Goldene Regel" lautet:
"Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen
zuerst." Oder: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch
keinem andern zu." Und das ist auch der Kern einer wirklich christlichen Lehre.
Tragen wir unseren Mitmenschen, der uns zu schaffen macht, im Herzen und
lernen wir, ihm alles Gute zu wünschen anstatt ihm dauernd gedanklich
Vorwürfe zu machen, sind wir ebenfalls auf dem allerbesten Weg der Besserung. Und
dann kommt auch dieser Mitmensch vielleicht schon bald in einer
positiven Weise auf uns zu, weil es ihm nun auch besser geht.
Fangen wir uns
jedoch nicht rechtzeitig ab, hören wir
also nicht auf den Impuls der
Seele, dann kann unser Gemüt allmählich abstumpfen und womöglich
sind wir dann irgendwann sogar taub für die vielfältigen Hilfen. Dann wird die Rückkehr
ins Positive schwerer, weil das Negative zwischenzeitlich deutlich die
Oberhand bekommen hat. Es kann dann zu heftigen
inneren Kämpfen kommen: Imer wieder Gedanke gegen Gedanke, Empfindung gegen
Empfindung. Aber auch hier gibt es mit der Zeit die Lösung für den, der in seinem Kampf gegen das
Negative in sich selbst nicht nachlässt. Eine Umkehr ist immer möglich,
solange wir noch irgendwie selbstständig zu denken vermögen. Dazu braucht es Disziplin und Ausdauer. Und die
Ausrichtung auf den inneren Arzt und Heiler, Christus in uns, den größten
Psychotherapeuten. Durch Ihn ist Hilfe und Heilung möglich.
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Gedankenkraft - Chancen und Gefahren des positiven Denkens
AKTUELLER VORTRAG
im Palmensaal der Sophia-Universität, Altfeld, Max-Braun-Straße 2, 97828
Marktheidenfeld, an einem Donnerstag oder Freitag , 19.30 Uhr, Wohin ich
sende, von dort empfange ich, Ärztevortrag mit Aussprache; Referenten:
Dr. med. Arno Schneider, Dr. med. Hans-Günter Kugler, Eintritt frei;
nächster Termin wird noch bekannt gegeben. Infromationstelefon:
09391/504138. |
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