Schon ein einfaches
Werbeplakat, z. B. mit einer Kaffee-Werbung, kann bei den einzelnen Betrachtern ganz
unterschiedliche Empfindungen und Bilder auslösen.
Der eine denkt vielleicht an seine Kaffeemaschine zu Hause, die schon
längst repariert werden sollte. Der andere erinnert sich eventuell an eine Zeit, da ihm
der Kaffeegenuss Schlaflosigkeit bereitete, und es steigt ihm ein Bild hoch, wie seine
ganze Familie und einige Gäste um einen festlich gedeckten Tisch saßen und sich den
duftenden Kaffee samt Kuchen einverleibten, während er selbst sich mit Kräutertee und
Brot begnügen musste. Wieder ein anderer sieht sich in einem Urlaubsort am Meer mit
Freunden auf einer Terrasse sitzen und bei einer Tasse Kaffee anregende Gespräche
führen. Alle diese Bilder sind im Unterbewusstsein der betreffenden Menschen gespeichert
und gehören zu ihrem Lebensfilm. Aus diesem Bildmaterial heraus spricht der Mensch, damit
füllt er seine Worte. Es ist seine Welt.

Diese "Welt" kann auch aus vielen negativen Bildern und
Gefühlen bestehen. Tippt man sie durch äußere Sinnesreize an, dann geraten sie in
Bewegung und können weiteres Negative anregen und bewirken. Dieses wird dann wieder in
Form von Bildern in uns gespeichert und geht in unseren Lebensfilm ein. Deshalb sollten
wir wachsam sein und die Tage nützen, indem wir die Begebenheiten, die auf uns zukommen,
analysieren und mit Hilfe der Christus-Kraft bereinigen.
Der Lebensfilm ist also bei jedem Menschen anders programmiert, so dass
jeder Mensch seinen Lebensfilm hat. Warum ist das so?
Warum hat der eine Minderwertigkeitskomplexe und der andere nicht?
Warum wünscht sich der eine ein Luxusauto und ist ganz umwölkt von seinem
Wunschgedanken, während der andere mit seinem einfachen Fahrzeug zufrieden ist und seinen
Blick erst gar nicht auf teure Autos richtet? Das Warum ist entscheidend.
Warum strebe ich nach einem Luxusauto und neide es anderen, z. B. meinem Nachbarn? Warum
entstehen in mir feindschaftliche Gefühle? Vielleicht verbinde ich den Besitz eines
solchen Gefährts mit Luxus, Macht und Anerkennung, und in mir läuft eine ganze
Bilderkette ab. Aber warum tue ich das? Es könnte z. B. ein Minderwertigkeitskomplex
vorliegen, der mich dazu treibt, beweisen zu müssen, dass ich auch etwas kann. Und wieder
ergibt sich die Frage: Warum? Warum hat der eine einen Minderwertigkeitskomplex und der
andere nicht? Man könnte jetzt antworten, dass die Programmierung in den Genen liegt und
daher eben unterschiedlich ist doch wer hat die Gene geprägt?
Jetzt geht es an die Wurzeln: Es kann nur die Seele sein, die ihre
Prägungen in die Gene legt, und zwar den Teil ihrer Speicherungen, der für dieses
Erdenleben aktiv ist. Und woher nimmt die Seele diesen Lebensfilm, diese Aneinanderreihung
unzähliger Bilder unbereinigter Situationen, Ereignisse und Zustände, die wieder die
Folge von negativem Denken, Fühlen, Reden und Handeln sind? Er kann ja nicht
"einfach so" in die Seele gelangen, sondern muss irgendwo produziert worden
sein. In den jenseitigen Welten kann sich die Seele nicht belasten, deshalb gibt es auch
nichts zu speichern. Die Produktion des Lebensfilmes muss also im Diesseits, in
Vorinkarnationen, stattgefunden haben. So liegt die Lösung in der Reinkarnation.
Die Reinkarnation erklärt auch, warum z. B. jedes Kind anders ist und in
eine andere Lebenssituation hineingeboren wird. Von diesem Leben jedenfalls können seine
Speicherungen, seine Programme, nicht stammen. Sie sind der gerade aktive Teil des
Lebensfilms einer Seele. Bei ihrer Einverleibung gibt die Seele diesen aktiven Teil in die
Gene ein. Während sie als Mensch lebt, werden immer wieder Segmente aus ihrem Lebensfilm
wirksam: über die Gene, aber auch über Einstrahlungen aus Planeten des materiellen
Kosmos und der Reinigungsebenen, wo sie ebenfalls gespeichert sind. Wenn wir uns
vergegenwärtigen, dass jede einzelne Gefühlsregung, jeder einzelne Gedanke, jede
kleinste Bewegung in dem riesigen Planetenheer der beiden Kosmen festgehalten wird und
eines Tages wieder auf uns zukommt, können wir die Dimension der Auswirkung eines
einzigen Menschenlebens erahnen. Im Laufe eines irdischen Lebens von 60-70 Jahren kommt es
zu etwa 100 Billionen Milliarden Speicherungen! Da lohnt es sich, die Tage zu nützen und
diese negativen Energien mit der Kraft des Christus in uns sofort zu bereinigen, bevor sie
sich zu bedrohlichen Komplexen formieren und als Leid, Not, Krankheiten oder
Schicksalsschlägen über uns herfallen.