Am
Anfang des christlich-mystischen Weges, des Inneren Weges zurück zu
Gott, heißt es: "Ordne Dein Leben!"
Zur Ordnung gehört auch eine gute Planung. Und wer sein Leben gut planen
möchte, der braucht ein Ziel. Er sollte sich fragen: Was möchte ich in
diesem Leben erreichen? Was möchte ich (noch) erleben? Wie möchte ich leben?
Eine Hilfe
kann es sein, sich dazu einmal ein Raster mit lauter Kästchen aufzuzeichnen. In jedes
Kästchen schreibe ich ein Ziel bzw. einen Wunsch. Habe ich das Ziel erreicht, hat sich
der Wunsch erfüllt oder habe ich das Ziel oder den Wunsch verändert, kann ich das
Kästchen ausstreichen. Wer als Urchrist leben möchte, stellt zudem alle
Wunschvorstellungen und Ziele in den Willen Gottes und vergleicht sie mit den Zehn Geboten
und der Bergpredigt.
Nach welchen unterschiedlichen Wertvorstellungen Menschen auch ihr Leben
zu meistern versuchen - für jeden gilt, dass diese einen wesentlichen Einfluss auf die
Entscheidungen haben, die für ein Jahr, für einige Wochen oder auch nur für einen Tag
oder einige Stunden getroffen werden müssen. Die Wert- und Zielvorstellungen sind auch
entscheidend für die Planung, denn ein guter Planer räumt den Angelegenheiten Priorität
ein, die ihn seinen Zielen am nächsten bringen. Planen heißt dabei voraus denken, heißt
geordnete Bahnen anlegen, auf denen sich die Ereignisse meines Lebens verwirklichen
sollen. Wer plant, weiß natürlich, dass immer Unvorhergesehenes eintreten kann. Doch wer
weiß, was er mit seinem Leben tun will, den werden Überraschungen oder unerwartete
Veränderungen nicht aus der Bahn werfen. Er kann flexibel darauf reagieren, sich neu
orientieren und - vorausgesetzt, er versteht die Botschaft dieser Ereignisse - unter
Umständen einen Schicksalsschlag vermeiden.
Planung ist Bestandteil eines geistigen Lebens. Sie wird auch in der
Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort erklärt. In dem Ursprungstext
des Evangeliums Jesu heißt es in der Bergpredigt: "Darum sollt
ihr nicht besorgt sein und fragen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? oder:
Womit werden wir uns kleiden? Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles
braucht. Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird
euch dies alles dazu fallen. Darum sorget euch nicht um die Übel von morgen. Es ist genug,
dass ein jeder Tag seine eigenen Übel hat."
(http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s007de&type=desc&rtopic=botschaftausdemall)