|
»Anti-Stierkampf-Stadt« Barcelona Katalanen nehmen
den Stierkampf Die Sensation ist perfekt: Endlich hat sich ein maßgebliches politisches Gremium in Spanien gegen den Stierkampf ausgesprochen. Im Stadtrat von Barcelona wurde eine Resolution verabschiedet, in der es unter anderem heißt: »Der Stier ist ein friedliches Säugetier und ein Wiederkäuer, dessen Nervensystem dem des Menschen ähnelt und mit dem er folglich viele Gefühle teilt.« Diese Aussage stimmt mit den Beobachtungen überein, die auf den Weiden der Gabriele-Stiftung mit den Rinderherden gemacht wurden: Stiere sind in der Regel ausgewogene und ruhige Tiere, die nur dann ihre Dynamik entfalten, wenn es gilt, die Herde zu verteidigen. In Spanien werden sie jedoch mit allen möglichen Quälereien und Tricks für den Stierkampf »heiß« gemacht – gleichzeitig aber so geschwächt, dass sie keine Chance gegen den Torero haben. Diese brutale Tierquälerei wird dann von Verteidigern des Stierkampfs, wie in Barcelona geschehen, als »nobler Tanz zwischen Mensch und Tier« bezeichnet. Ein Zeichen gesetzt Barcelona hat sich zur »Anti-Stierkampf-Stadt« erklärt. Diese politische Willensbekundung hat zwar zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Stierkampf. Dafür wäre ein Gesetz nötig. Doch es wurde ein Zeichen gesetzt, das Nachahmer finden wird. Im Regionalparlament von Katalonien wird dasselbe Thema sicher noch zur Sprache kommen. Wer ist Licht – wer ist Finsternis? Der Stierkampf wird von seinen Verteidigern gerne zu einem
»Kampf des Lichtes gegen die Finsternis« hochstilisiert. Doch wer ist hier Licht
und wer verbreitet Finsternis? Der Stier wird von alters her als Symbol für eine
beschützende, bewahrende Kraft angesehen – so wie die Stiere die Herde bei ihren
Wanderungen bewachen. Die Kuh ist das Symbol für die Mutter Natur, die friedlich
ihre Kinder umsorgt und ernährt. Als solche wird sie bis heute z. B. in Indien
verehrt. Offenbar ist jetzt die Zeit gekommen, in der diese Verdrehung der Wahrheit und die Rechtfertigung dieser grausamen Tierquälerei aufgedeckt und beendet wird. (Matthias Holzbauer) *Vgl. Museion 2000, Nr. 6/1991 Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 6/04 |
Copyright ©
Verlag Das Weisse Pferd, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld,
Fax: 09391/504-210
http://www.das-weisse-pferd.com -
E-Mail:
info@das-weisse-pferd.com
Fernsehtipp:
http://www.erde-und-mensch.tv/de/