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Frage ohne Antwort?
Nach dem Absturz der Concorde -
Pfarrer klagen Gott an
Je größer die Katastrophe, umso mehr klagen die
Theologen Gott an. "Wo warst du, Gott?" rief z. B. Ex-Landesbischof
Horst Hirschler auf dem Expo-Gelände in Hannover der versammelten Menge
zu. Diese war zu einer Trauerfeier für die 114 Toten des
Flugzeugabsturzes von Paris zusammengekommen, darunter auch der deutsche
Bundeskanzler Schröder. Und das Fernsehen stellte die "Frage ohne
Antwort" des Bischofs als "Höhepunkt" der Feier
heraus.
Bei vergleichbaren Anlässen in der Vergangenheit war
es ähnlich: Die Kirchenvertreter schieben mehr oder weniger Gott die
Verantwortung für Unglücksfälle zu und fördern damit letztlich den
modernen Atheismus. Denn was soll man mit einem Gott anfangen, der -
falls er sich überhaupt um uns kümmert - uns nicht beschützen kann?
Es erinnert an die Offenbarung des Johannes, wo Menschen in einem
Feuer verbrennen und der Seher prophezeit: "Und die Menschen
verbrannten in der großen Hitze. Dennoch lästerten sie den Namen
Gottes, der die Macht über diese Plagen hat. Sie bekehrten sich nicht
dazu, ihm die Ehre zu geben" (16, 9). Im aktuellen Fall
waren es nicht einfach Menschen, die "lästerten", sondern kirchliche
Obrigkeiten. Sie enthalten den Menschen z. B. das Gesetz von Saat und
Ernte einschließlich der Reinkarnation vor. So werden die Menschen in die Irre geführt und entrichten einer
verweltlichten Kirche dafür auch noch Tribut. Deshalb fordert die
Offenbarung dazu auf: „Tretet aus von ihr, mein Volk, damit ihr an
ihren Sünden nicht teilhabt und von ihren Plagen nichts
mitbekommet" (18, 4).
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