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Der
Hammer des Monats zum Thema "Kirche und Geld"
Wollen Sie
uns für dumm verkaufen, Herr Deimer?
Eine neue Einnahmequelle will er den Not leidenden
Städten erschließen, der Vizepräsident des Deutschen Städtetages
und Landshuter Oberbürgermeister Josef Deimer. Dagegen wäre an
sich noch nichts zu sagen. Doch welche?
"Ich plädiere dafür, dass Bürger, die aus der
Kirche austreten und keine Kirchensteuer mehr zahlen, eine gesetzlich
vorgeschriebene Kultur- und Sozialsteuer in gleicher Höhe leisten
müssen", so Deimer gegenüber Focus. "Es kann nicht sein,
dass sich einige aus den kirchlichen Gemeinschaften davonstehlen,
gleichzeitig aber deren Kliniken oder Kindergärten wie
selbstverständlich in Anspruch nehmen."
Weiß
Herr Deimer nicht, dass von den Kirchensteuern nicht einmal acht Prozent
in öffentlich-soziale Einrichtungen fließen? Und dass die viel gerühmten kirchlichen Sozialeinrichtungen zu über 90
% vom
Staat und den jeweiligen Nutzern bezahlt werden? Dass überdies der
Staat den Großkirchen zusätzlich Subventionen in Höhe von etwa 17
Milliarden Mark jährlich zahlt? Weiß er es nicht? Oder will er die
Bürger bewusst für dumm verkaufen?
Eine neue Einnahmequelle? Wie wäre es damit, dass der Staat
sämtliche Subventionen an die Kirchen einstellt? Für die wenigen
Kindergärten, die dann geschlossen würden, könnte die öffentliche
Hand doppelt so viele neu eröffnen.
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