Ende 1999 wurde in Birmingham erstmals eine Frau
künstlich befruchtet, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, drei
weitere werden derzeit dort behandelt. Nach Angaben des Hospitals steige
die Zahl der Frauen, die Jungfrau bleiben, aber gleichzeitig Mutter
werden wollen. Nach kirchlicher Lehre wurde bereits Jesus von Nazareth
ohne Geschlechtsverkehr gezeugt (FAZ, 27.6.2000).
Maria brachte Jesus nicht als Jungfrau zur Welt, denn Joseph war der
leibliche Vater von Jesus. Es war eine reine Zeugung, denn Maria und
Josef waren in Gott verbunden und nicht von sexueller Leidenschaft
getrieben. Für die Kirche findet jedoch auch bei einer körperlichen
Vereinigung, die von dem Wunsch getragen wird, ein Kind zu zeugen, eine
"Befleckung" statt, denn bei der Zeugung wird angeblich die "Erbsünde"
übertragen - einzige Ausnahme sei die Zeugung Marias gewesen. Wurde bei
der Befruchtung in Birmingham die Erbsünde nun im Labor übertragen? Oder
gilt der Vorgang als "unbefleckt"?
Die katholische Kirche wird ihre Lehre überdenken müssen.