Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 17/00

abstand.gif (36 Byte)
Das lehrte Jesus von Nazareth - das lehrt Christus heute (Teil 4)

Nicht hassen und nicht töten

... und was sagt das Verteidigungsministerium?

Eindeutig heißt es in einem der Zehn Gebote: "Du sollst nicht töten." Deutlicher wird Jesus von Nazareth: Das Töten beginnt bereits mit dem Zürnen. Und Christus erklärt heute dazu: "Schon wer seine Nächsten und Übernächsten hasst und zu töten wünscht - ob Menschen oder Tiere -, der macht sich ebenfalls schuldig am Gesetz Gottes" (Die Botschaft aus dem All "Das ist Mein Wort", Verlag DAS WORT, S. 553 f., http://www.das-wort.com/deutsch/). Nun zu den "Ausnahmen". Oder gibt es keine?

Soldaten vertrauen auf Vergebung

Für das "Bundesministerium der Verteidigung" in Deutschland gibt es viele Ausnahmen. So hätten z. B. die für ihre Tat geehrten Attentäter eines Diktators unter einem "außergewöhnlich hohen Abwägungsdilemma" gestanden (Brief liegt der Redaktion vor). Ähnliches hörte man zu Beginn des Kosovo-Krieges im Jahr 1999, als man - wie sich jetzt herausstellte - auch auf Grund massiv gefälschter Zahlen über Opfer der jugoslawischen Armee entschied, einen Krieg zu beginnen und notgedrungen viele Menschen töten ließ, die man gar nicht töten wollte.

Angesprochen auf das Gebot "Du sollst nicht töten", erklärte das Verteidigungsministerium, in Wirklichkeit heiße das Gebot Du wirst nicht töten und schrieb:

"In letzter Konsequenz bedeutet es ..., dass, wer in einer solchen Situation unabweisbar auch Schuld auf sich lädt, um in diesem Falle unsagbares Übel zu beenden, fest auf die Vergebung vertrauen darf."

Theologen verändern die Bibel

So predigen es die Militärseelsorger der beiden großen Kirchen den Soldaten und ihren Befehlshabern seit vielen Jahren (vor 1945 und in den früheren Jahrhunderten gestand man eine "Schuld" meistens gar nicht ein). Die Veränderung des Gebotes ("wirst" für "sollst") bringt den Politikern allerdings wenig, da man schließlich doch zugeben müsste, dass "sollst" gemeint ist. Schwerwiegender ist die Fälschung des fünften Gebotes der evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung im Alten Testament (AT) von 1984 in "Du sollst nicht morden", womit die Theologen den Politikern und Militärs ein Schlupfloch für erlaubtes Töten im Krieg öffneten - im Unterschied zum unerlaubten Morden. Für das Opfer kommt es allerdings auf das Gleiche heraus, ob "getötet" oder "ermordet", denn tot ist tot.

Die vergessene Fälschung

Kurioserweise vergaß man, das Gebot im Neuen Testament (NT) ebenfalls zu ändern, wo es von Jesus zitiert wird: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist ´Du sollst nicht töten` [hier müsste es dann ja eigentlich auch heißen ´Du sollst nicht morden`] ... Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein" (Mt. 5, 21 f.).
Oder rührt sich bei manchem Bibelübersetzer noch das Gewissen, wenn es darum geht, Jesus ebenfalls die Fälschung zu unterschieben?

Waren sie es selbst in einer anderen Inkarnation?

Eine Fälschung ist es schon deshalb, weil man im hebräischen Urtext der Bibel das stärkere Wort "morden" für "töten" schreiben könnte, wenn man "morden" anstelle von "töten" schreiben will. Doch die Theologen rechtfertigen die Bibelveränderung damit, dass sich ansonsten der Gott, der die Gebote gab, selbst nicht daran halten würde, da er ja an anderen Stellen das Töten im Krieg immer wieder befiehlt - weshalb "nicht morden" wohl die richtige Übersetzung sein müsste.
Damit sind die Fälscher von heute aber einer Fälschung von damals aufgesessen, die ihre Theologen-Vorgänger in der Zeit des AT verursacht hatten (oder waren sie es selbst in einer anderen Inkarnation?). Denn das Gebot "Du sollst nicht töten" kommt wirklich von Gott. Das angebliche Gottesgebot "Töte die Feinde im Krieg" kommt aber von den damaligen Theologen und wurde "Gott" nur unterschoben.

"Töten wird man ja wohl noch dürfen"

So könnte man sich selbst einmal fragen: Wenn schon das Lügen, das Begehren, das Stehlen, das Ehebrechen und einiges mehr gegen die Gebote Gottes verstößt, wäre es dann nicht unlogisch, dass das Töten, das doch viel schwerwiegender ist, nicht gegen die Gebote verstoßen soll - nur das Morden? Frei nach dem Motto: "Töten wird man ja wohl noch dürfen." Oder: "Ich darf dich nicht belügen, aber töten." Oder: "Wenn ich dich erst erlaubterweise töte, z. B. in einem Schützengraben, kann ich dich hinterher vielleicht erlaubterweise bestehlen, denn das Gebot ´Du sollst nicht stehlen` kann man ja wohl nicht mehr auf Tote anwenden."

Sagen Sie nicht: So ein Unsinn, eine Unterstellung! Beschäftigen Sie sich einmal mit Theologie, und prüfen Sie selbst nach, wozu Theologengehirne fähig sind. Oder lesen Sie "Der Prophet", Ausgabe Nr. 13, "Der Verrat an Jesus von Nazareth und den Propheten" (Verlag DAS WORT; zwei Theologen im Gespräch mit dem Propheten)
http://www.das-wort.com/cgi/gen_article.
cgi?article=p013de&type=desc&rtopic=fueranalytiker

Ministerium empfiehlt Luther

Der Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums empfiehlt das Lesen einer Biographie des Theologen Walter von Loewenich über Martin Luther, der es durch eine gefälschte Übersetzung sogar schaffte, Jesus von Nazareth eine Erlaubnis zum Töten zu unterschieben. Wie war das möglich? Jesus rief seinen Jünger Petrus, der zum Schwert greifen wollte, mit den Worten zur Besinnung: "Wer das Schwert nimmt, wird durchs Schwert umkommen."

Todesstrafe

Er warnte Petrus also vor dem Gesetz von Saat und Ernte: Wenn du heute zum Täter wirst, wirst du morgen das Opfer sein! Der Gründervater der evangelischen Kirche jedoch veränderte das Wort "wird" in der Jesuserzählung in das Wort "soll" (gerade andersherum als beim 5. Gebot, siehe oben). Wer das Schwert nimmt, "soll durch das Schwert umkommen", heißt es bei Luther. Damit hat er die Bedeutung des im griechischen Urtextes korrekt wiedergegebenen Jesuswortes gefälscht. Denn Jesus sprach nie von einem "soll getötet werden". Doch Luther behauptete sogar, mit diesem Zuruf an Petrus hätte Jesus die Todesstrafe eingesetzt, wovon der "Reformator" auch reichlich Gebrauch machen ließ.

Dr. theol. Diabolos

In der Religionsgeschichte nennt man den Teufel oder Satan auch "Diabolos", das bedeutet "Durcheinander-Bringer". Deshalb musste wieder ein Prophet in unserer Zeit kommen, durch den Christus dem Übel der kirchlichen Bibelfälschungen ein Ende machte. Und Er warnt auch vor den verhängnisvollen Lügen der Militärpfarrer, dass es für den Zugang zum Himmel keine Rolle spiele, ob meine "Tötungs"- oder "Mordopfer" mir verzeihen. Hauptsache, Gott verzeihe.

Stand Jesus vergebend daneben?

Wer nur ein wenig von dem verstanden hat, was Jesus von Nazareth wollte und wer Er war, der weiß auch, dass Jesus nie getötet oder die Erlaubnis zum Töten gegeben hat. Und warum, so könnte man fragen, hält man sich im christlichen Abendland eigentlich nicht an Jesus, der keinen "Tötungsspielraum bei voller Vergebung" offen lässt, sondern der lehrt, den "Feind" zu lieben und für ihn zu beten? Oder glaubten z. B. die evangelischen und katholischen US-Marinesoldaten auf dem Zerstörer "Invincible" (= "Unbesiegbar") wirklich, bei jeder auf Jugoslawien abgefeuerten Rakete stünde Jesus vergebend daneben, während die Waffe wenige Minuten später Menschen und Tiere zerfetzt?

Heute wie damals erklärte Christus: "Meine Schafe hören Meine Stimme" und sie werden nicht die Opfer des Kreide fressenden Wolfes.

Im nächsten WEISSEN PFERD (Nr. 18/2000) lesen Sie: Ist der so genannte "Gnadenschuss" im Gesetz Gottes? (in der Druckausgabe einsehbar; siehe dazu unseren Versandservice)

Weitere Literatur zum Thema: "Der Theologe Nr. 8: Wie der Teufel in der Bibel hauste" und "Der Theologe Nr. 6: Die evangelische Kirche - immer für den Krieg ..."

Inhalt Ausgabe 17/00
Hauptseite
Archiv - alle früheren Ausgaben
Suchen
Abo-Service
Impressum
Post an uns

 

Einbruch in
den Tempel des Heiligen Geistes

Christus lehrt uns, dass das Töten mit dem Hassen beginnt und Er gibt uns dazu weitere Einblicke in das, was mit den Menschen geschieht:

"Das Haus Gottes, der Tempel des Heiligen Geistes, sind der menschliche Körper und die Seele, die aus Gott ist und die im menschlichen Leibe wohnt ... Demzufolge sind Seele und Körper des Menschen der Tempel Gottes. Wer also in das Haus aus Fleisch und Bein einbricht, indem er Menschen Gewalt antut, sie unterjocht, als Sklaven behandelt oder sie gar tötet, der versündigt sich gegen den Heiligen Geist. Das ist die schwerste Sünde. Haltet also eure Hände und eure Seele rein - nicht nur von Diebstahl und Raub. Sondern vor allem wendet keine Gewalt an - sei es an Menschen oder an Tieren -, und hütet euch, ihr Blut zu vergießen" (Das ist Mein Wort, S. 478 f.).

Wer Neid, Hass und Feindschaft nicht bereinigt, setzt sich weiterhin der Gefahr aus, dass er zum Gesteuerten wird. Christus erklärt:

„Seele und Mensch sind das Haus Gottes. Wenn dieses durch Gedanken des Neides, des Hasses und der Feindschaft verunreinigt ist, wenn der Mensch diese wohl erkennt, jedoch nicht ändert, wenn den guten Grundsätzen und Vorsätzen nicht die entsprechenden Taten folgen - dann zieht in den Menschen das Böse ein, das ihm dann zum Joch und zur Last wird.
Wer nicht rechtzeitig sein Denken, Reden und Tun erkennt und umkehrt, der hält es für weitere Finsterlinge offen. Sie kehren dann in das für sie geschmückte Haus ein und bestimmen den Menschen, dass er das tut, was sie wollen. Der Mensch verliert dabei die Herrschaft über sein Denken und Reden" (Das ist Mein Wort, S. 535).


 




Copyright © Verlag DAS WEISSE PFERD GmbH, Marktheidenfeld, Germany

http://www.das-weisse-pferd.com
- E-Mail: info@das-weisse-pferd.com

Verlag »Das Weisse Pferd«, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld-Altfeld,
Tel. 09391 / 504 - 207, Fax - 210


Fernsehtipp: www.erde-und-mensch.tv

Hit Counter