Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 18/00

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Neue Erkenntnisse der Hirnforschung

Freier Wille - eine Illusion?

So stellte man sich im 19. Jhdt. die verschiedenen Bereiche des Gehirns vor"Wir sind die letzten, die erfahren, was unser Gehirn vorhat", sagt der amerikanische Hirnforscher Michael Gazzangia. Sein Kollege Benjamin Libet will sogar den zeitlichen Abstand zwischen dem vermeintlichen Willensentschluss und einer Handlung gemessen haben: Das Gefühl, eine Bewegung absichtlich ausgeführt zu haben, sagt er, stellt sich exakt 350 Millisekunden nach der Bewegung ein.

Ist der freie Wille des Menschen also eine Illusion? "Das Gefühl, eine Entscheidung getroffen zu haben, ist - um es überspitzt zu sagen - Einbildung" - so fasst der Berliner Tagesspiegel die neusten Forschungsergebnisse zusammen (17.7.2000). Dennoch bleibt Wolf Singer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, gelassen: "Was ich als nächstes tue, ist die Folge dessen, was ich bin." Das Hirn entscheide nicht willkürlich, sondern auf der Grundlage vorher gesammelter Erfahrungen. "Das Gehirn hat also durchaus die Initiative."

Die Frage, woher das Bewusstsein des Menschen eigentlich komme und wo es genau sitze, sei für die Hirnforschung aber nach wie vor ungelöst.

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Die Hirnforscher haben sich schon weit vorgearbeitet. Aus den Botschaften aus dem All des Christus-Gottesgeistes ging schon vor vielen Jahren hervor, dass die Willensfreiheit des Menschen tatsächlich begrenzt ist - allerdings durch ihn selbst. In dem Maße, in dem der Mensch sich immer wieder mit seinem Allzu-Menschlichen, mit negativen Gedanken und Gefühlen beschäftigt, speichert er negative "Programme" in seinem Ober- und Unterbewusstsein, also in seinem Gehirn. Diese Komplexe werden dann immer mächtiger und steuern mehr und mehr das gesamte Verhalten des Menschen. Das Unterbewusstsein kann schließlich "autonom" werden und den Menschen dominieren, auch wenn dieser im Oberbewusstsein anders denkt. Der Weg zur Freiheit des Willens führt nur über die Selbsterkenntnis des Negativen - Warum denke oder fühle ich jetzt so? - und über dessen Bereinigung mit der Hilfe Christi. Je freier mein Bewusstsein von massiven Wünschen, Leidenschaften oder Hassgedanken ist, desto freier werden auch meine Entscheidungen. Dann übernimmt nicht das autonome Unterbewusstsein, sondern die sich reinigende Seele als Sitz des Bewusstseins wieder das Kommando im Menschen.

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Hat der Mensch einen freien Willen? in
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Fernsehtipp: www.erde-und-mensch.tv

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