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unserem Artikel
Ayur-Veda-Medizin und Mantra-Meditation - Östliche
Heilkunst oder Christliche Ur-Heilweisen?
in Nr. 11/2000 schrieb uns ein Leser einen Brief, den wir
auszugsweise abdrucken und kommentieren.
Der Leser schreibt: "Nicht alles, was aus
anderen Kulturen kommt, muss schädlich für uns sein. Jesus Christus
und seine Lehre wird zwar immer als typisch abendländisch beschworen,
kommt aber ursprünglich aus dem Mittleren Osten, einer Kultur, die
völlig anders ist als unsere. Zu Recht würde man sagen, dass seine
Botschaft nicht kulturell begrenzt, sondern universell ist.
Das Anliegen von Maharishi Mahesh Yogi ist es, den universellen Aspekt
des Ayurveda und der damit verbundenen Bewusstseinstechnologien, wie
z. B. Transzendentale Meditation - TM - zur Anwendung zu bringen. (...)
Was die TM betrifft, so sollte berücksichtigt werden, dass nicht alle
Mantrameditationsformen dasselbe sind. In der TM wird das Mantra nicht
dazu benutzt, um andere Bewusstseinsinhalte zu ‘überkleistern’. Man
wehrt sich z. B. nicht gegen Gefühle oder Gedanken und nicht dagegen,
dass das Mantra während der Meditation verschwindet. Im Gegenteil - es
soll verschwinden, d.h. transzendiert werden und der lebendigen
Erfahrung des inneren Wesenskerns des Meditierenden Platz machen. TM
auszuüben bedeutet, die Aktivität des Mantradenkens immer mehr zu
reduzieren, bis das Mantra als Objekt der Wahrnehmung überschritten,
d. h. transzendiert wird und nur noch das reine, universelle Bewusstsein,
der Denker an sich, das Ich übrig bleibt und sich seiner selbst bewusst
wird.
[Dadurch erhalten] Körper und Geist die Gelegenheit, sich spontan von
traumatischem Material zu befreien und zu heilen. Das hat nichts mit ‘Überkleistern’
der Seele durch das Mantra zu tun. Ganz im Gegenteil, man wird sich
seiner Seele bewusst und daraus resultieren die oft dramatischen
Heilwirkungen. (Der Körper kann nur heilen, wenn der Geist geläutert
wird).
N. W. aus A.
Kommentierung:
Wir glauben: Eine Ganzheitsheilung ist nur durch
aktive Arbeit an uns selbst möglich. Belastet haben wir unsere Seele
durch Verstöße gegen das Gesetz der selbstlosen Liebe, indem wir z. B.
unserem Nächsten oder der Natur durch unser Fehlverhalten Leid
zugefügt haben. Von diesen Belastungen können wir nur frei werden,
indem wir unsere Lieblosigkeit erkennen, bereuen, den Nächsten um
Vergebung bitten, selber vergeben, wieder gutmachen, soweit dies noch
möglich ist, und sodann das Fehlverhalten nicht mehr tun. Das bedeutet
zugleich, sich ein neues, positives Programm vorzugeben, eine
Gesetzmäßigkeit aus den Geboten Gottes. Dann kann Christus unsere
Negativenergie umwandeln in positive innere Kraft.
Wir glauben nicht, dass ein wie auch immer gearteter innerer
"Ruhezustand" die Seele "spontan von traumatischem
Material befreien und heilen" kann. Wir glauben auch nicht, dass
das "Transzendieren" eines Mantras der "lebendigen
Erfahrung des inneren Wesenskerns" Platz macht. Der Meditierende
taucht womöglich in eine Schicht ein, wo er vom Energiefeld des
"Meisters" beeinflusst wird.
Wir glauben, dass, wer aktiv gesündigt hat, auch aktiv daran arbeiten
muss, die Sünde zu beheben.
Dabei hilft uns der Geist des Christus in uns. Christus hat jeder Seele
und jedem Menschen einen Teil Seines göttlichen Erbes übertragen, den
Erlöserfunken, als stützende und helfende Kraft in uns. Dadurch ist
eine Rückentwicklung bzw. eine Auflösung der Schöpfung nicht mehr
möglich.
Wir glauben, dass das Wort Jesu, des Christus: »Ich Bin der Weg, die
Wahrheit und das Leben« Wahrheit ist. Das bedeutet: Man kann auf
manchen Wegen unterschiedlich weit kommen. Doch irgendwann wird jede
Seele Christus als Erlöser und Mitregenten der Schöpfung anerkennen
und so den Erlöserfunken in die große All-Einheit zurückbringen.
Deshalb sprach Jesus, der Christus: »Keiner kommt zum Vater denn durch
Mich.«